Jülich: Gefährdungspotenzial ist gleich geblieben

Jülich: Gefährdungspotenzial ist gleich geblieben

Hans Pinell, Jülicher Ordnungsamtsleiter, sieht nach dem Lkw-Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt kein erhöhtes Gefährdungspotenzial für den Weihnachtsmarkt in der Herzogstadt, der durch umgebende Parkstreifen vor mögliche Angriffe durch ein Fahrzeug abgeschirmt ist.

Gleichwohl hält Pinell engen Kontakt zur Polizei und zum Betreiber des Weihnachtsmarktes. Melanie Mallmann von Pressestelle der Kreispolizeibehörde in Düren hält Kontakt zu den Kommunen mit Weihnachtsmärkten. Sie berichtete, dass in enger Absprache aktuell geklärt werde, ob zusätzliche Hindernisse an den Zufahrten zu den Märkten aufgebaut werden.

Das ist in Jülich offenbar nicht der Fall. Zudem würden die Bezirksbeamten verstärkt patroullieren. Erst nach 17 Uhr sei an den Einsatz von schwer bewaffneten Kräften gedacht, die in Doppelstreifen mit Maschinenpistolen bewaffnet und mit Schutzwesten ausgestattet unterwegs sind. „Das Alltagsgeschäft muss weiter gehen“, würden indes nur Beamte für den Weihnachtsmarkt-Einsatz abkommandiert, die aktuell keine dringlichen Aufgaben erledigen müssen.

„Hier in der Stadt ist es weit weg“, sagt ein Ehepaar, das mit Sohn Fabian (4) über den Weihnachtsmarkt streift, als es auf Berlin angesprochen wird. „Wir machen uns Gedanken“, antworten zwei Frauen aus Düren, die hier mit ihren Kindern Bekannte treffen werden.

„Man hat immer Angst“, lautet der Kommentar einer jungen Mutter, bevor sie mit ihrem dreijährigen Sohn Liad aufs Kinderkarrussell steigt und ein paar unbeschwerte Runden dreht. „In Großstädten wäre ich vorsichtiger“, kommentiert eine Schülerin (15) die aktuelle Lage.

(ahw)