Neu-Pattern: Gedenkstein erinnert an das alte Pattern

Neu-Pattern : Gedenkstein erinnert an das alte Pattern

Nun gibt es im Rekultivierungsgelände auch einen Gedenkstein, der an den ehemaligen Ort Pattern erinnert. „Es war ein Herzensanliegen für die Schützenbruderschaft, einen Platz zu sichern, der an unsere Heimat und an unsere Wurzeln erinnert“, sagte Brudermeister Norbert Pinell bei der Einsegnung des Findlings, der die Aufschrift „Pattern 893 — 1990“ trägt.

Er wurde an der Stelle aufgestellt, wo einst das „Patterner Häuschen“ gestanden hat.

Die Bruderschaft hatte die Einweihung und Einsegnung dieses Gedenksteines in das Programm des Bezirksbundesfestes aufgenommen. Die Jahreszahlen weisen auf die erstmalige geschichtliche Erwähnung des Namens Patterns und die Abbaggerung der ehemaligen St. Matthäus-Kirche und damit den Zeitpunkt der Umsiedlung im Jahre 1990 hin. Zwei neben dem Findling angebrachte Tafeln machen Hinweise auf die Geschichte des Ortes und die Folgen der seinerzeitigen Abbaggerung.

Befriedigender Abschluss

Andreas Wagner von RWE Power begrüßte die Initiative für die Schaffung einer Erinnerungsstätte, zeige sie doch, dass das Verhältnis zwischen dem Verursacher und den Vertriebenen ein Gutes sei, dass die Angelegenheit einen befriedigenden Abschluss gefunden habe. Nach der inzwischen abgeschlossenen Rekultivierung unter Einbeziehung der Inderegulierung habe der Bereich durchaus den Charakter eines Nacherholungsgebietes gewonnen. Er hoffe, dass dies von der Bevölkerung auch als solches wahrgenommen werde.

Präses Jürgen Frisch sagte bei der Segnung des Steines: „Wir brauchen alle eine Erinnerung an das Vergangene, an die Heimat der Senioren unseres Ortes Neu-Pattern, der zur neuen Heimat für alle geworden ist.“

Trotz des einsetzenden Regens spielte das Tambourkorps Pattern unverdrossen den Marsch „Alte Kameraden“.

(gre)