Jülich: Gedanken zum Schulalltag im Jahr 2048

Jülich: Gedanken zum Schulalltag im Jahr 2048

Der Arbeitskreis Jülicher Bibliotheken ist eine seit 2008 bestehende Institution, die laut eigener Aussage dafür sorgen will, dass es zu einem regelmäßigen Gedankenaustausch zwischen den verschiedenen Jülicher Bibliotheken kommt. Sie versucht, sie die Bibliotheken durch unterschiedliche Veranstaltungen als Teil der lokalen und digitalen Gesellschaft zu etablieren und zu erhalten.

„Unser Ziel ist es, die Schüler an die Bibliothek heran zu führen und Interesse daran zu wecken, auch in unserer Zeit einfach mal ganz altmodisch ein Buch zu lesen“, erläutert Guido von Büren, der die Moderation des Abends übernommen hatte. Die aktuelle Veranstaltung des Arbeitskreises in der Bibliothek der Sekundarschule an der Linnicher Straße befasste sich mit dem Thema „Zukunft — kommt das Beste noch?“. Hierzu gab es einen Kurzgeschichtenwettbewerb, und die drei Siegerinnen wurden an diesem Abend durch von Büren geehrt.

Über das alltägliche Schulleben im Jahr 2048 hatten sich die drei Schülerinnen ihre Gedanken gemacht und ihre Vorstellung dieser Zeit zu Papier gebracht. Charlotte Oberhoff hatte ihre Geschichte „Veränderung“ genannt, Luisa Oldiges hatte sich für „Future“ entschieden und Alice Prikhodovskaia nannte ihre Vorstellung dieses Jahres „Ein Tag in der Zukunft“.

Die Tage der drei Schülerinnen verlaufen äußerst unterschiedlich mit Robo-Lehrern, einem Handy, dass die Hausaufgaben per GehirnScan erledigt, einem umweltfreundlichen Bus mit Pedalantrieb für alle Fahrgäste oder einer Strafarbeit, die ganz unüblicherweise mit einem echten Stift auf Papier abgeliefert werden soll.

Die Geschichten wurden von Birgit Bergk vorgetragen und wurden alle vom Publikum mit viel Applaus bedacht. Die drei Kurzgeschichten werden später auch im „Herzog“ veröffentlicht.

Im Anschluss an die durch von Büren vorgenommene Ehrung zeigten die Schülerinnen und Schüler des Schulkurses Darstellen und Gestalten eine eindrucksvolle Tanzperformance zum Thema „Leben“.

Auch Ellen Kammula vom Zukunftscampus des Forschungszentrums Jülich hatte sich Gedanken gemacht und hielt ihren Vortrag unter dem Motto „Die Zukunft bestimmen wir, die Frage ist wie?“. Interessante Ansätze zur Thematik hatte auch Thomas Arndt vom Forschungszentrum zu bieten mit dem Titel „Veränderung für eine bessere Zukunft — Engagement und Beteiligung“.

Zum Ausklang eines kurzweiligen Abends gab es noch eine Podiumsdiskussion zur Zukunft unserer Gesellschaft, an der sich alle Zuschauer lebhaft beteiligten.

(bw)
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