Justin ist wieder da: FZJ-Mitarbeiter werden zu Biber-Fans

Justin ist wieder da : FZJ-Mitarbeiter werden zu Biber-Fans

Zum zweiten Mal siedelt sich ein Nagetier innerhalb des Zauns des Forschungszentrums Jülich an. Erstmals wurde das auch im Video festgehalten. Einen namen hat der kleine Gast natürlich auch: Justin.

Justin ist wieder da. Zumindest einer seiner Artgenossen. Das Forschungszentrum Jülich (FZJ) ist zum zweiten Mal Heimat eines Bibers. Zuerst haben die FZJ-Mitarbeiter Biss- und Kratzspuren entdeckt und jetzt wurde das Nagetier auch auf einem Video festgehalten.

Ein kleines Holzhüttchen mit einem Stoffbiber gibt es im Forschungszentrum immer noch als Erinnerung an den ersten Justin. Jetzt gibt es innerhalb des Zauns auch wieder eine lebendige Version des Tierchens. Nachdem sein Vorfahre im April des vergangenen Jahres gestorben war, erfreut sich Justin II. schon wieder großer Beliebtheit. Obwohl das Tier auch viele Probleme machen kann: Es nagt Bäume an, welche daraufhin umkippen und gefährlich werden können.

Gegen ihn vorgehen kann man aber nicht. Der Biber steht unter Artenschutz und darf weder gejagt noch umgesiedelt werden. Der neue Justin muss in Ruhe gelassen werden und kommt im viel bebaumten Forschungszentrum auch gut zurecht. Da findet er beste Bedingungen. Mitten im Forschungszentrum gibt es einen See, den schon Justin I. zu seinem Wohnzimmer gemacht hatte. Bei Vorgänger und Nachfolger ist unklar, über welchen Weg genau sie in das FZJ eingewandert sind. Mutmaßlich über den Ellebach und dann durch einen Versorgungskanal. An einem der drei Eingangstore ist er jedenfalls nicht beim Wachpersonal vorstellig geworden.

Ebenfalls unbekannt ist, ob Justin ein Justin ist oder eine Justine. Justin I. war Anfang vergangenen Jahres gestorben. Das kommt häufiger vor, wenn halbstarke Biber im Frühjahr ihr Revier verlassen. Biber Justin II. als inoffizielles Maskottchen des Forschungszentrums darzustellen wäre wohl etwas zu viel, aber das Tier hat viele Fans und Freunde in seinem neuen Reich.

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