Jülich: FZJ-Kita „Kleine Füchse“ feiert runden Geburtstag

Jülich: FZJ-Kita „Kleine Füchse“ feiert runden Geburtstag

Zehn Jahre Kindertagesstätte „Kleine Füchse“ im Forschungszentrum Jülich (FZJ) — dieser erste runde Geburtstag sollte gebührend gefeiert werden. Am zweiten Septemberwochenende war es soweit: Der Verein lud alle Mitglieder, Mitarbeiterinnen und Wegbegleiter zum Fest.

Die Leiterin der Einrichtung, Josefine Esser-Rödger, und ihre Mitarbeiterinnen sind fast alle seit dem ersten Tag dabei, von den damals kleinen Kindern besucht heute nur noch ein Junge den Hort im FZJ.

Im ersten Jahrzehnt ihres Bestehens sind aus den kleinen ziemlich große Füchse geworden, wie die Vereinsvorsitzende Petra Jerrentrup in ihrer launigen Ansprache feststellte. „Das beste Beispiel ist mein eigener Sohn“, meinte sie schmunzelnd mit Blick auf den jungen Mann, der sie um Haupteslänge überragt.

Bei der feierlichen Eröffnung der Kita vor zehn Jahren hielt der Junior ebenfalls die Stellung neben dem Rednerpult seiner Mutter, damals zarte vier Jahre alt. Auch ein paar andere Ehemalige waren zu Gast und stellten mit einiger Verwunderung fest, dass doch damals „alles irgendwie kleiner war“.

Zehn Jahre Kita im Forschungszentrum, was heute so selbstverständlich klingt, war es in den Anfangstagen des Vereins — der übrigens bereits fünf Jahre länger existiert — mitnichten. Mit einiger Skepsis wurden das Projekt damals beäugt: „Arbeitsplatz nahe Betreuung und das auch noch den ganzen Tag“, zitierte Jerrentrup die Bedenkenträger.

Einer jedoch war von Anfang an überzeugt vom Konzept der „Kleinen Füchse“: Dietmar Nietan. Ihm zollte die Vorsitzende denn auch nochmals ein besonderes Dankeschön für seine damalige Unterstützung als Vorsitzendem des Jugendhilfeausschusses. Dankesworte gingen auch an andere Beteiligte, wie die Stadt Jülich, die der Kita ebenfalls hilfreich zur Seite stand und steht.

Ohne die Bauabteilung des FZJ indes wäre der Spielplatz mit seinem großen Walnussbaum in der Mitte wohl noch heute ein Acker. Sichtlich zufrieden blickte denn auch Ruheständler Gerd Schaffrath, damals noch Leiter eben jener Abteilung, auf das Gelände.

Wie es sich für eine gelungene Geburtstagsfeier gehört, gab es zu guter Letzt auch noch ein paar Geschenke. Gewissermaßen stellvertretend gingen die Blumen an die Erzieherinnen, denn „die Kita lebt von ihnen und deshalb ein expliziter Dank für die tolle Arbeit.“

Männer sind nach wie vor Mangelware in Kindertagesstätten, da machen auch die „Kleinen Füchse“ keine Ausnahme. Umso mehr freuen sich die Vorständlerinnen Katy Wedekind-Boner und Petra Jerrentrup auf ein neues Projekt: Tim Jansen, selbst aktiver Spieler, wird ein Fußballprojekt in der Kita anbieten.

Der Engelsdorfer absolviert ein freiwilliges soziales Jahr beim Fußballverband Mittelrhein (FVM) und kommt im Rahmen dessen einmal in der Woche zu den Füchsen.

(brit)