Freialdenhoven: Fußball-Mittelrheinliga: Am Ende kann Wesseling nicht mehr mithalten

Freialdenhoven : Fußball-Mittelrheinliga: Am Ende kann Wesseling nicht mehr mithalten

Der Auftakt für das Restprogramm von Borussia Freialdenhoven gestaltete sich vielversprechend. Besonders die letzte halbe Stunde zwischen den Borussen und der angereisten SpVgg Wesseling-Urfeld zeigte, dass die Mannschaft die Ruhe besitzt, auf die Chancen zu warten und diese dann auch zu nutzten.

Der 3:1-Erfolg (0:0) zeigte aber auch, dass es immer wieder der Einflussahme durch den Trainer bedarf. Bis zum Pausenpfiff war nämlich von Verbandsliga-Niveau an der Ederener Straße wenig zu sehen. Viele Pässe und Fehlpässe im Mittelfeld, einige Stockfehler, die zum Teil dem nassen Rasen geschuldet waren, aber kaum zwingende Torchancen beherrschten das Geschehen.

Der Pfostenschuss von Kevin Kruth bildete da eine der wenigen Ausnahmen. Immerhin kamen die Borussen wenigstens zu Torschüssen, was Trainer Hannes in den Spielen vorher stets beklagt hatte. Die gerieten jedoch so überschaubar, dass die Gäste-Abwehr und Torhüter Jörg Gräber nicht ernsthaft in Bedrängnis gerieten.

Dank einiger kräftiger Worte von Hannes in der Halbzeit und vor allem dank zweier Einwechslungen kamen die Zuschauer in den Genuss einer zweiten Halbzeit, in der Borussia Freialdenhoven an vergangene gute Leistungen anknüpfte. „Die Einwechslungen von Poongebeom Lee und Yannick Kuhnke haben heute das Spiel entschieden“, attestierte Hannes den beiden besondere Leistungen. Dabei hatten Oskar Tkacz und Wolfgang Nock sicher nicht schlecht gespielt, aber auch keine entscheidenden Impulse gesetzt.

Gegen körperlich robuste und unangenehm nachsetzende Wesselinger gelang Christian Kreutzer der entscheidende lange Pass, den Kevin Kruth zur Führung nutzte. „Diese ständige Foulerei hat schon genervt“, urteilte der Kapitän nach dem Abpfiff. Schiedsrichter David-Markus Koj ließ viel laufen und trug damit zu vielen kleinen und versteckten Regelwidrigkeiten bei.

Immerhin nutzten die Gäste ihre Hartnäckigkeit, denn nur zwei Minuten nach der Führung musste Moritz Kraus einen eigenen Abwehrfehler mit einem erneuten Foul versuchsweise bereinigen. Diesmal kam der Pfiff und der Hinweis auf den Elfmeterpunkt, Benedikt Zaun ließ sich die Chance nicht entgehen.

Die Borussia ist gereift

Aber die Borussia ist über die Saison hinweg gereift, die erneute Führung durch Philipp Simon entsprang einer guten Einzelleistung, aber auch dem Instinkt eines Mittelfeldspielers, der sich gern am Toreschießen beteiligt. Das 3:1 indes zeigte einen sehr gut aufgelegten Kuhnke, der die Nerven besaß, den gegnerischen Torhüter gleich zweimal zu versetzen und dann noch mit einem Pass den besser postierten Pascal Schneider zu bedienen. Platz fünf in der Tabelle ist Ausdruck einer spielstarken Borussia.

(tm)