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Jülich/Düren: Fußball-Kreisliga A: Nicht alle Lazarette haben sich geleert

Jülich/Düren : Fußball-Kreisliga A: Nicht alle Lazarette haben sich geleert

Die Hoffnung, dass verletzte Spieler pünktlich zum Rückrundenstart wieder einsatzfähig sind, zieht sich bei den Verantwortlichen der 18 A-Ligisten durch die Vorbereitung. Die ist im Grunde genommen seit Mitte Januar bei allen Vereinen angelaufen.

„Die Trainingsbeteiligung ist bescheiden. Zu viele Spieler sind verletzt, im Moment sind nur 14 Akteure dabei.“ Für Renardo Schiffer als Coach von Schwarz-Weiß Titz sind zurzeit die Bedingungen nicht ausreichend, um den Trainingsbetrieb vernünftig betreiben zu können. Er hofft, dass sich dies in den nächsten Tagen ändern wird. Vor allen Dingen deshalb, weil fünf Spieler nach Ende der Hinrunde den Verein verlassen haben.

Darunter Denis Spahic, der mit seinen 30 Treffern maßgeblich am Aufstieg beteiligt war, nun zum C-Ligisten Beggendorf wechselte. „Der Trainingsaufwand war ihm wohl zu hoch“, mutmaßt Schiffer, bedauert den Wechsel und macht deutlich, „dass dies schon ein Verlust ist“. Ob Edis Zulic, Neuzugang von der SG Aldenhoven/Pattern, ihn ersetzen kann, diese Hoffnung hegt der Titzer Coach, der mit Robbie Mbuyi (FC Rurdorf) den zweiten Neuen begrüßte. Dass die Elf aus der Landgemeinde mit Platz 6 mehr als nur zufrieden ist, dies macht der Aufstiegstrainer klar.

Auch wenn der Leistungspegel Mitte der Hinrunde sank — da holten die Schwarz-Weißen in fünf Spielen nur einen Zähler — verlief die bisherige Saison ohne Aufregung. „Aber an unserem Ziel hat sich nichts geändert: So schnell wie möglich wollen wir die Klasse halten“, nennt Schiffer die Motivation zu Beginn der Rückrunde, die mit dem Spiel bei Spitzenreiter Hambach beginnt. Ob dann der Langzeitverletzte Serkan Türkmen wieder mitwirken kann, lässt der Übungsleiter offen. „Er hat zwar begonnen, musste aber wieder mit dem Training aufhören.“

Insgesamt gesehen bewertet Renardo Schiffer die Situation beim Aufsteiger als vielversprechend. „Vom Leistungsstand her sind wir in der neuen Umgebung angekommen. Die Spieler haben sich etabliert, jetzt gilt es, eine gewisse Kontinuität zu bekommen.“ An die möchte man sich in den bereits terminierten Testspielen, wie zum Beispiel gegen Viktoria Arnoldsweiler II oder gegen die SG Aldenhoven/Pattern herantasten.

Wenau II arbeitet an Defensive

Seit zwei Wochen im Training ist die Reserve von Jugendsport Wenau. „Die Beteiligung ist gut, auch wenn der eine oder andere Spieler ausfällt, kann ich gut arbeiten“, sagt Trainer Manfred Stärk, der mit dem aktuell vorletzten Tabellenplatz naturgemäß nicht zufrieden ist. „Definitiv muss sich unsere Defensivarbeit verbessern. Wir haben einfach zu viele leichte und vermeidbare Gegentore kassiert“, sagt er angesichts von einem Torverhältnis von 14:28 bei noch zwei ausstehenden Nachholpaarungen.

Der Abgang von Björn Schmolke (Pause) fällt bei einem Kader von 22 Spielern nicht groß ins Gewicht, denn von der SG Stolberg stößt Marcel Batzel zu den Jugendsportlern. Zudem wird Sven Teichert, Jugendspieler vom FC Niederau, ebenfalls zur Reserve stoßen. Trotz des aktuellen Abstiegsplatzes rechnet Stärk mit dem Erreichen des Klassenziels. „Wir können die Liga halten“, sagt er und hofft, dass sein Team gleich im ersten Spiel zu Hause gegen die SG Voreifel eine kleine Überraschung landet.

Sehr gute Hinrunde gespielt

Überraschend war für viele Fans das bisherige Auftreten von Schwarz-Weiß Huchem-Stammeln. Der Aufsteiger absolvierte eine sehr gute Hinrunde, die mit Platz 5 bei noch drei zu absolvierenden Spielen belohnt wurde. „Natürlich sind wir alle damit hoch zufrieden“, blickt Trainer Philipp Sattler zurück, stellt aber fest, „dass wir sicherlich nun in der Rückrunde von allen Vereinen nicht mehr unterschätzt werden.“ Was die aktuelle Vorbereitung betrifft, ist der Coach nicht zufrieden. „Wir haben mit einem Kader von 18 Leuten im Moment sechs Verletzte, da muss vieles improvisiert werden.“

Mit Testspielen gegen den B-Ligisten Kurdistan, RW Lamersdorf und GFC Düren II sowie die A-Ligisten St. Jörris und Vaalserquartier will Huchem-Stammeln sich intensiv auf den Start gegen den SV Kelz vorbereiten. „Dieses Heimspiel wollen wir unbedingt gewinnen, um einen optimalen Start hinzulegen. Denn der ist meiner Meinung nach sehr wichtig, um das Selbstbewusstsein hinsichtlich der Zielsetzung vom Nichtabstieg zu stärken.“

Düren 77 liegt im Soll

Die Zielsetzung, am Ende der Serie einen guten Mittelfeldplatz belegen zu wollen, hat sich beim FC Düren 77 nicht geändert. „Wir liegen im Soll, wir haben 17 Punkte, müssen noch drei Spiele aus der Hinrunde bestreiten“, sagt Jörg Frings, der Trainer, der den FC zu Beginn der Saison übernommen hat. Was die seit zwei Wochen laufende Vorbereitung betrifft, laufe die gut. „Wenn die Platzverhältnisse es zulassen, arbeiten wir gut und intensiv“, merkt Frings angesichts des vorhandenen Aschenplatzes an. Von einem Training in der Halle hält er nichts, da die Verletzungsgefahr zu groß sei.

Was die Platzierung mit Rang 9 anbelangt, sei die zwar gut, aber interessiere ihn eigentlich nicht. „Für mich sind es die Punkte, die wir bisher eingefahren haben. Wenn es uns in der Rückrunde gelingt, auch Top-Spiele nicht nur gegen die Favoriten, sondern auch gegen Mannschaften auf Augenhöhe zu absolvieren, dann werden wir eine gute Saison hinlegen.“ Testspiele stehen gegen Oberzier, Frechen 20 II, Sportfreunde Düren II und den VfL Kommern stehen an.

(hfs.)