Jülich: Fußball-Kreisliga A: Im Heimspiel gegen Krauthausen muss ein Sieg her

Jülich : Fußball-Kreisliga A: Im Heimspiel gegen Krauthausen muss ein Sieg her

Als die Trainer der Fußball-Kreisliga A vor Saisonbeginn den möglichen Titelanwärter „benennen“ sollten, zählten 15 Übungsleiter den SC Jülich 1910/97 zu den Vereinen, dem man die größten Chancen auf den Titel zutraute.

Einzig Zehner“-Coach Michael Hermanns stimmte „gegen“ seine Mannshaft. „Nein, bestimmt nicht aus Bescheidenheit. Aber dafür sind wir einfach noch nicht reif genug“, war seine überzeugte Antwort. Und er sollte Recht bekommen. Derzeit dümpelt der SCJ im Mittelfeld, führt, wenn man so will, mit 18 Punkten das Schlussdrittel an.

Morgen kommt der 1. FC Krauthausen ins Karl-Knipprath-Stadion. Und was sagt Hermanns? „Wir müssen gewinnen, wir brauchen die drei Punkte, um nicht in Abstiegsgefahr zu kommen. Denn wir müssen, und dies steht fest, den Blick nach unten richten.“

Klare Worte eines Trainers, der, und dies betont er ebenfalls, sich dieser drohenden Gefahr bewusst ist, dies seiner Mannschaft auch deutlich vor Augen geführt hat. „Alle haben es begriffen. Wenn wir verlieren sollten, dann wird es verdammt eng.“ So liegt denn der Fokus der „Zehner“ auf einem Heimerfolg. Den will man sich „erkämpfen und erarbeiten“.

Der Frust aus der 2:3-Niederlage zuletzt in Birkesdorf sitzt nämlich noch tief. „Wenn man innerhalb von zwei Minuten eine Führung vergibt, dann auch noch verliert, dann ist der Ärger doch verständlich“, sagt Michael Hermanns. Der nennt ein weiteres Ärgernis aus diesem Spiel: Enrico Kos zog sich einen Kreuzbandriss zu, fällt für Monate aus.

Er ist damit der dritte „Zehner“-Spieler, dem ein solches Missgeschick passiert ist. So dezimiert sich der SC-Kader gewaltig. „Aber wir haben einen guten Teamgeist, darauf baue ich nun auch gegen Krauthausen“, beschwört Hermanns sozusagen den „13 Mann“ im Aufgebot. Er ist zudem zuversichtlich, dass die erhofften drei Punkte am Ende addiert werden können. „Wir haben zwei Wochen sehr gut trainiert, ich bin guter Dinge, dass es klappt.“

Guter Dinge — jedenfalls was den Kampf gegen den Abstieg betrifft — ist auch Krauthausenes Co-Trainer Georg Hermanns. „So lange die Rechnung nicht gegen uns spricht, glauben wir daran. Ich setze auf unsere Kampfkraft, den Einsatz und den Willen meiner Spieler“, sagt er.

(hfs.)