Fußball-A-Liga: Unter anderem soll der Klassenerhalt gesichert werden

Fußball-A-Liga : Unter anderem soll der Klassenerhalt gesichert werden

Auch wenn viele Vereine aus der A-Liga ihre Vorbereitung zum Start in die Rückrunde nicht so wie geplant durchziehen konnten, fiebern alle dem Start am 9. und 10. März entgegen.

Denn schließlich fehlt allen eine rund drei Monate andauernde Spielpraxis in der Meisterschaft.

„Wir wollen da anknüpfen, wo wir aufgehört haben“, sagt Renardo Schiffer, Trainer bei den Schwarz-Weißen in Titz. Die verabschiedeten sich am 2. Dezember mit einem 1:1 gegen die SG Nörvenich/Hochkirchen. „Da haben wir ein tolles Spiel abgeliefert, sind leider nicht mit drei Punkten belohnt worden.“ Die Möglichkeit, gegen die Gäste zu bestehen, wurde nicht genutzt. Dieses Nichtnutzen zieht sich allerdings wie ein roter Faden durch die gesamte Hinrunde. Viele Torchancen ließ man liegen, nach einem furiosen Beginn sieht man sich nun auf Tabellenplatz 12 wieder. „Damit kann ich natürlich nicht zufrieden sein“, sagt Schiffer, dem im Mittelfeld und im Sturm Zentralgestalten gefehlt hatten.

So wurde zur Winterpause Denis Spahic mit offenen Armen empfangen, den es von Frelenberg wiederum nach Titz zieht. Da sich jetzt auch in der Vorbereitung, die aus Sicht der Schwarz-Weißen bisher sehr gut verlief, Serkan Türkmen wieder herangekämpft hat, hegt der Titzer Coach die Hoffnung, nochmals im offensiven Bereich durchstarten zu können. Denn der Klassenerhalt soll gesichert werden.

„Das ist ein Muss. Wir können nicht einen Festkommers zum 100-Jährigen feiern, und dann abgestiegen sein.“ Nach dem Jubiläum wird sich Schiffer dann aus Titz verabschieden. Nach fünfjähriger Tätigkeit zieht es ihn zurück zur SG Aldenhoven/Pattern. Bevor Titz mit dem Heimspiel gegen den BC Oberzier beginnen wird, ist noch das eine oder andere Testspiel angesagt – so am 17. Februar gegen die SG Broich/Tetz.

Neben Spahic, der die Schwarz-Weißen seinerzeit zum Aufstieg geschossen hat und auch beim Freundschaftsspiel gegen Hehlrath (3:3) alle drei Tore schoss, wurde auch Radoune Saghiri von Amicitia Schleiden als Neuzugang begrüßt. Verlassen hat den Verein Stammspieler Berat Karapinar (SG Hoegen/Mariadorf) sowie Musat Külek (SG Aldenhoven/Pattern) und Hisham Atwi (SV Jülich 1912).

Der Aufsteiger SV Kurdistan sorgte in der Hinrunde fußballerisch für Furore. Mit aktuell 37 Punkten aus 14 Spielen liefert man sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem TSV Düren. Dieser hat zwei Paarungen mehr absolviert. Folglich kann Trainer Maik Wengorz von einer bisher sehr erfolgreichen Saison sprechen.

Er bittet seine torhungrige Mannschaft (54:15) – die letzte Partie endete mit einem 5:0-Heimsieg am 2. Dezember gegen den SC Merzenich – noch bis zum Rückrundenstart zu sechs Testspielen gegen den FC Düren II, SG Voreifel, FC Heval, Germania Erfstadt-Lechenich, VfVuJ Winden und Teutonia Weiden auf den Platz. Dann werden die Fans auch die neuen Gesichter im SV-Trikot, Presley Lubasa und Mehmet Tasocak, erleben.

Dass man mit dem Verlauf der Hinrunde sehr zufrieden ist, betont Hans-Theo Görres, Obmann beim Hambacher Spielverein. Vor allem mit Rückblick auf die vielen verletzten Akteure, die Trainer Dirk Lehmann dazu zwangen, in fast jedem Spiel eine andere Aufstellung zu präsentieren. „Denn schließlich hatten wir bis zu 13 Spieler gleichzeitig verletzt“, sagt Görres. Mit dem aktuellen fünften Tabellenplatz ist er deshalb, wie auch Lehmann, mehr als zufrieden ist.

Dass die Ausfälle kompensiert werden konnten, zeigt den Verantwortlichen beim kleinen HSV, dass man über einen sehr ausgeglichenen Kader verfügt. Dabei geht aber auch ein Dankeschön seitens der Trainerduos Dirk Lehmann/Dieter Krifft an die Akteure, die aus der Reserve heraus eingesprungen waren. Mit Testspielen gegen Arminia Eilendorf (21. Februar) und Amicitia Schleiden (24. Februar) wird die Vorbereitungsphase spielerisch beendet, ehe am 7. März dann mit dem Heimspiel gegen die SG Nörvenich/Hochkirchen die Meisterschaft in der Rückrunde beginnt.

Dann nicht mehr zum Kader gehörend sind Dennis Hellwege und Suad Delija, die zum SV Kelz beziehungsweise Schwarz-Weiß Düren II wechselten. Neuzugänge sind Kevin Zöller und Abdallah Farhat vom SC Jülich 1910/97 sowie Dominik Ahlert von der SG Broich/Tetz.

„Dieses Spiel müssen wir auf Biegen und Brechen gewinnen. Keine Frage, nur die drei Punkte zählen.“ Das ist eine klare Aussage von Georg Hermanns, Co-Trainer beim FC Krauthausen. Gemeint ist die erste Meisterschaftspflicht zu Hause gegen Schlusslicht Merzenich. Die Gastgeber sind Vorletzter und deshalb schon nicht mit der bisherigen Saison zufrieden. „Wir haben einfach zu wenig aus unseren Chancen gemacht, zudem zu schlecht verteidigt“, macht Hermanns zwei gewichtige Gründe aus, „warum wir wieder im Abstiegskampf stecken.“ Der soll aber, so wird betont, erfolgreich enden. Entsprechend haben sich alle Akteure auch in die Vorbereitung geworfen, die „durchwachsen verlief, auf Grund der Witterungsverhältnisse.“

Testspiele gegen Jüngersdorf/Stürgerloch, Huchem-Stammeln, Elsdorf und Langerwehe II stehen noch an. Die Neuzugänge Kevin Baumann (1. FC Düren), Marcel Sonnefeld (Constantia Gereonsweiler), Aarav Anand (SV Jülich 19112) und Maurice Tirtey (SG Broich/Tetz) stimmen Hermanns zuversichtlich. „Die bringen uns alle weiter“, sagt er, und setzt große Hoffnungen darauf, dass Cheftrainer Fritz Röhl, der zurzeit wieder verletzt ist, möglichst viele Spiele zur Verfügung steht.

Hoffnungen, dass die Stabilität in der Hintermannschaft verbessert wird, vermittelt für Torwarttrainer Hermanns auch der Zweikampf der beiden Keeper Maurice Fielauf und Thomas Weingartz. „Da wir zudem in der Rückrunde immer besser gespielt haben als in der Hinrunde, sind wir alle optimistisch, dass Klassenziel zu erreichen“, beschwört Georg Germanns den Teamgeist beim 1. FCK.

Den Mannschaftsgeist bringt auch Marcel Kaiser, Trainer beim SC Merzenich, zur Sprache. „Generell scheint es ein Generationsproblem zu sein, also die Einstellung zum Mannschaftssport“, sagt er. So liegt ihm die Trainingsbeteiligung beim SCM im Magen. „Auch wenn wir im zweistelligen Bereich liegen, ist mir das einfach zu wenig.“ Trotzdem ist er mit der Vorbereitung zufrieden und hofft darauf, dass die Spieler den Abstiegskampf annehmen. Er setzt Hoffnungen auf die Neuzugänge Wissam Nehme (Arnoldsweiler II), Thomas Schüller (SV Gey) und Takao Atsuhito vom Bezirksligisten CfR Buschbell. „Aber es soll noch eine Spielerrakete aus Fernost kommen“, sagt Kaiser.

Er sieht dem Abstiegskampf – der Partie gegen Krauthausen folgt das Spiel gegen Birkesdorf – eigentlich gelassen entgegen. „Denn wir müssen zuerst einmal zwölf Punkte holen, um Anschluss zu finden ans untere Tabellendrittel. Das wird sehr schwer.“ Was die weitere Trainertätigkeit in Merzenich anbelangt, hängt von der Entwicklung ab. „So ist jedenfalls die Absprache“, sagt der 40-Jährige.

(hfs.)
Mehr von Aachener Zeitung