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Jülich: Für zwölf Euro Nitrat und Säure auf der Spur

Jülich : Für zwölf Euro Nitrat und Säure auf der Spur

In der warmen Jahreszeit braucht der stolze Gartenbesitzer viel Wasser, um seine Beete und Pflanzen schön grün zu halten. Statt wertvolles Trinkwasser zu verschwenden, nutzen viele die Möglichkeit, das Wasser aus Brunnen zu schöpfen.

Aber ist dieses Wasser belastet? Denn Nitrate und Pestizide belasten Grundwasser in der ländlichen Region. Es zu testen, hat sich das Labormobil des NRW-Gewässerschutzes zur Aufgabe gemacht. Dieses machte zum zweiten Mal innerhalb der letzten fünf Jahre Station in Jülich.

„Ich möchte einfach wissen, ob mein Brunnenwasser in Ordnung ist.” Klaus Montag aus Jülich stellt eine Polyethylenflasche auf den Tisch von Physiker Harald Gülzow aus Geldern.

Der hat sein Mobil in der Kölnstraße geparkt, kann an Ort und Stelle Nitrat-, Säure-und Salzgehalt des Brunnenwassers von Klaus Montag testen. Da es reines Brunnenwasser ist, dieses aber durch die Regenfälle der letzten Tage „verunreinigt” scheint, möchte Montag eine weitergehende Analyse machen lassen.

„Aber solche Untersuchungen, wie auf Bakterien, Pestizide oder zum Beispiel Schwermetalle, bedürfen mehr Zeit”, erklärt Gülzow. Diese Untersuchungen werden zudem nicht im Mobil, sondern im Labor in Geldern gemacht. „Die Ergebnisse kriegen sie dann per Post zugesandt.” Die Untersuchung in Jülich kostete zwölf Euro.