Jülich: Für TTC Koslar bleibt nur das Prinzip Hoffnung

Jülich: Für TTC Koslar bleibt nur das Prinzip Hoffnung

Spannung ist in der Tischtennis-Landesliga angesagt. Die Tischtennisfreund Koslar sind sportlich so gut wie abgestiegen. Der Klassenerhalt wäre aber dennoch denkbar, falls eine Mannschaft aus der Landesliga zurückgezogen werden sollte.

Landesliga: „David gegen Goliath“ oder „Aufstiegsaspirant gegen Kellerkind“ — dies waren die Vorzeichen zum diesjährigen Landesligaderby zwischen dem TTC Indeland Jülich III und den Tischtennisfreunden Koslar. In rund 150 Minuten Spielzeit wies der Goliath die Kellerkinder aus dem Jülicher Vorort recht deutlich mit 9:1 in die Schranken.

Beide Mannschaften standen sich in der kleinen Jülicher Nordhalle annährend in Bestbesetzung gegenüber, doch lediglich Jens Krämer konnte den totalen Untergang seiner TTF mit einem 3:0-Sieg im Einzel über Nikola Klajic-Peric kurzfristig stoppen. Der junge Jülicher, der eine vorzügliche Saison in der Junioren-Verbandsliga absolviert (17:3-Bilanz), blieb somit in diesem Jahr im Landesligateam der Indeländer bislang ohne zählbaren Erfolg.

Am kommenden Samstag soll sich dies im Verfolgerduell bei den TTF Schmetz Herzogenrath endlich ändern. Die Indeländer müssen schließlich noch zwei Punkte zum Tabellendritten, dem TuS Porselen, aufholen, um am Ende der Saison den direkten Aufstieg in die Verbandsliga zu realisieren.

Den TTF Koslar, die am Wochenende den unangefochtenen Primus TV Erkelenz zu Gast haben, bleibt fast nur noch die Hoffnung durch den Rückzug eines Kontrahenten die Landesliga zu halten. Aber aussichtslos scheint diese Hoffnung nicht; schließlich munkelt man in Aachen, dass ein Team aus der Kaiserstadt den künftigen Spielbetrieb in der Landesliga einstellen möchte.

Bezirksliga: Gemäß aller Erwartungen hatte der TTC Mersch-Pattern gegen den ambitionierten TTC Baesweiler nur wenige Chancen. Auch wenn zwei Fünf-Satz-Niederlage für die Merscher zu Buchen standen, spiegelt die 3:9-Heimniederlage das Kräfteverhältnis korrekt wieder. Jahn/Assenmacher und Schneider/Beys brachten jedoch Mersch-Pattern nach den Doppeln zunächst mit 2:1 in Führung.

Doch nur Eckhard Jahn konnte im späteren Spielverlauf noch das Spitzeneinzel gegen Dietmar Keil glatt für sich entscheiden und den dritten Zähler für Mersch markieren. Am Samstag hat der TTC mit dem Primus TTC Mödrath II erneut ein ordentliches Kaliber vor der Brust.

Bezirksklasse Gruppe 1: Mit dem 9:3-Erfolg bei Eintracht Aachen II baute der TTC Ederen seinen Vorsprung auf die Abstiegsplätze auf nunmehr satte fünf Punkte aus. Somit sollten die Ederener sechs Spieltage vor dem Saisonende den Klassenerhalt in trockenen Tüchern haben. Der Teamchef Alexander Lapp und Ederens Nummer 2 Steffen Esser waren mit jeweils drei Punkten die erfolgreichsten Spieler des Tages. Auch wenn es in Ederen niemand hören will: Falls der TTC am Samstag in Kohlscheid gewinnt, so könnte sogar der vermessene Aufstieg wieder in greifbare Nähe rücken.

Bezirksklasse Gruppe 2: Mit Blick auf den Terminplaner könnte es dem ein oder anderen Anhänger der TTF Stetternich übel werden. Eigentlich fokussieren sich alle Gedanken der Stetternicher auf das Kellerduell am 6. März gegen den TV Düren II, um vielleicht doch noch den Klassenerhalt über die Relegation zu schaffen. Die Tatsache, dass die Tischtennisfreunde Stetternich am vergangenen Wochenende daheim mit 0:9 beim Tabellenführer Glesch/Paffendorf untergingen und dass sie nun zur starken SV Eschweiler/Dürwiß reisen, rückt dabei fast in den Hintergrund.

(js)
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