Schleiden: Für den Erdfall gibt es bislang keine Erklärung

Schleiden: Für den Erdfall gibt es bislang keine Erklärung

Eine böse Überraschung erlebte der Eigentümer eines Einfamilienhauses an der oberen Siersdorfer Straße nach dem heftigen Gewitterregen am vergangenen Dienstagnachmittag. Wenige Meter hinter seiner Terrasse hatte sich die Erde aufgetan.

Eigentlich sollte der Überlauf seines Regenwasserbassins wenige Meter hinter dem Auffangbehälter versickern. Hier hatte sich plötzlich ein zwei Quadratmeter großer und vier Meter tiefer trichterförmiger Krater in dem festen Erdreich gebildet, in den große Mengen Regenwasser förmlich angesogen wurden. In einem ringförmigen Umkreis von etwa fünf Metern zeigten sich am nächsten Tag deutliche Risse, die erwarten lassen, dass der Krater sich erweitern wird.

Auch die Vertreter der Gemeindeverwaltung hatten für die Ursache dieses Erdfalls keine Erklärung. Da Schleiden sowohl im Bereich des ehemaligen Steinkohlenbergwerks „Emil Mayrisch” als auch im Grundwasserabzugsbereich des Braunkohlentagebaues gelegen ist, sind hierauf basierende Nachwirkungen nicht auszuschließen.

Der Hauseigentümer, gleichzeitig Ortsbürgermeister von Schleiden, ist zunächst einmal ratlos. Er muss die Ursache für den Erdrutsch ermitteln lassen und für die Beseitigung des auch vom Umfang her fragwürdigen Schadens Sorge tragen.

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