Koslar: Fünf Monate Kurzarbeit bei Papierbeschichter Mondi in Koslar

Koslar: Fünf Monate Kurzarbeit bei Papierbeschichter Mondi in Koslar

Aufgrund der seit einiger Zeit unverändert schlechten Auftragslage wird das Papierbeschichtungswerk von Mondi in Koslar ab dem 1. Februar Kurzarbeit anmelden. Das erklärte Geschäftsführer Carsten Lange.

„Wir müssen auf die momentane Auftragslage reagieren, denn der Koslarer Standort soll auch in der momentanen Phase noch profitabel gefahren werden”, unterstrich Lange, „dass das Koslarer Werk gerade im letzten Jahr dank der hochmotivierten Mitarbeiter ein gutes Betriebsergebnis erzielt hat.”

Da aber zur Zeit die Silikonisierungsmaschinen nicht mehr ausgelastet sind, habe man sich in Absprache mit dem Betriebsrat dazu entschlossen, für die Dauer von fünf Monaten Kurzarbeit einzuführen. „Dies heißt aber nicht, dass wir die dann auch ganz ausschöpfen wollen”, machte Lange deutlich, dass bei einer Verbesserung der Auftragslage „sofort wieder der Normalzustand eingeführt wird”.

Mondi beschäftigt in Koslar 105 Mitarbeiter, davon sind nun rund 80 von der Kurzarbeit betroffen. Während der Kurzarbeitsphase werden die geleisteten Arbeitsstunden - wie bisher - von Mondi vergütet. Für die ausgefallenen Arbeitsstunden erhält der Arbeitnehmer ein Kurzarbeitergeld, das über den Arbeitgeber ausgezahlt wird.

Je nach Familienstand erhält der Arbeitnehmer für die Zeiten der Nichtbeschäftigung 60 Prozent (ohne Kind) oder 67 Prozent (mit Kind) des ausgefallenen Nettoentgelts Die Beiträge zur Sozialversicherung werden, wie es der Tarifvertrag vorsieht, weiter vom Arbeitgeber bezahlt.

„Zusätzlich bekommen die betroffenen Mitarbeiter gemäß unserem Tarifvertrag außerdem noch einen Zuschuss zum Kurzarbeitergeld”, sagt Lange. Gerade das rückläufige Geschäft der Automobil- und Bauindustrie sowie im Etikettenbereich habe dazu geführt, dass man „zur Sicherung des Koslarer Standortes diese Maßnahme beschließen musste”. Gemeinsam mit dem Betriebsrat werde man dann, so sicherte Lange zu, „im Mai oder Juni die weitere Vorgehensweise für das zweite Halbjahr 2009 besprechen.”

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