Jülich: Fröhlichkeit beherrscht die Gospelmesse

Jülich: Fröhlichkeit beherrscht die Gospelmesse

Zum Mitsingen, Mitklatschen und Mitmachen wurden die Gläubigen zu Beginn der Sonntagsmesse in der Jülicher St.-Rochus-Kirche aufgefordert.

Dass Gottesdienstbesucher mitsingen und mitmachen, ist nicht ungewöhnlich, es gehört zum normalen Ablauf. Mitklatschen hingegen deutet auf etwas Besonderes hin, in diesem Fall war es die liturgische Gestaltung als „Gospelfamilienmesse zum (vorgezogenen) Muttertag“. Unter der Leitung von Claudia Schmitz sang und spielte das gemischte Chor-Ensemble „Rochus VoCale“ allgemein bekannte Gospelsongs, die sich großer Beliebtheit erfreuen.

Erst zaghaft

Bei „Praise to thee, o Lord“ zum Einzug und „Do, Lord, o do, Lord“ waren die Mitsänger noch recht zaghaft. Dies änderte sich beim Zwischengesang, als der Chor „He‘s got the whole world in his hands“ anstimmte.

Gospelmusik ist zumeist von Grund auf positiv, und gerade bei diesem Lied packte die rhythmisch-einprägsame Art die Zuhörer, der Gottesraum hallte wieder vom vielstimmigen fröhlichen Lobpreis.

Zur Einstimmung auf den Muttertag beteiligte sich eine Kindergruppe des St.-Rochus-Kindergartens an der musikalischen Gestaltung. Die Messdienerinnen trugen eine kleine Episode vor, in der junge Leute ganz cool und selbstbewusst über Geschenke zum Muttertag sinnierten. Mit dem Vorschlag „Tulpen gehen immer“ erntete man Schmunzeln bei den Gottesdienstbesuchern, besonders bei den vielen Müttern, denen das Ende der Unterhaltung aber gefallen musste, schließlich hatten alle ihre Mütter lieb.

In seiner Predigt erzählte Pastor Konny Keutmann ebenso eine Geschichte, in der die alles überstrahlende Mutterliebe gewürdigt wurde.

Der Chor VoCale brachte auch im weiteren Verlauf, zum Beispiel mit einem der bekanntesten Gospelsongs „When the saints go marchin‘ in“, die ganz besondere Atmosphäre einer Gospelmesse in die St. Rochus Gemeinde, die sich für die willkommene Abwechslung mit viel Beifall bedankte.

(jago)
Mehr von Aachener Zeitung