Freialdenhoven: Freialdenhoven verliert den Kontakt zur Spitze

Freialdenhoven : Freialdenhoven verliert den Kontakt zur Spitze

Den Sprung nach oben in der Tabelle schaffte Borussia Freialdenhoven nicht. Trotz guter Leistung unterlag die Mannschaft beim TV Herkenrath 2:4. Trainer Wilfriied Hannes war einigermaßen angefressen.

„Wir waren über 90 Minuten klar die bessere Mannschaft und haben auch viel mehr investiert“, klang es säuerlich. „Klar kann man so ein Spiel verlieren, darüber ärgere ich mich auch nicht.“ Aber die Art und Weise, wie diese Niederlage zustande gekommen war, brachte des Trainers Blut in Wallung.

Vor der Partie hatte Hannes eindrücklich davor gewarnt, in Rückstand zu geraten und seinen Schützlingen eingeschärft, das Ergebnis möglichst lange offen zu halten. Genau das Gegenteil passierte indes. Und es wurde von einem Spieler verursacht, dessen Zuverlässigkeit bis dato unbestritten war. Aber am 24. Spieltag in der Mittelrheinliga erwischte ausgerechnet Torhüter Tobias Werres einen rabenschwarzen Tag.

Bislang hatte der Keeper mehr mit glänzenden Paraden und ausgezeichneten Reflexen von sich reden gemacht. Diesmal leistete er sich gleich zweimal den gleichen Fehler. Ein Distanzschuss klatschte gegen seine Hände, der Ball sprang nach vorne weg, und eine Herkenrather Stürmer stand goldrichtig und musste nur noch einschieben. Dass dies ausgerechnet auch noch derselbe war, durfte als Ironie des Schicksals aufgefasst werden. Denn Patrick Flender stand sowohl in der siebten Minute als auch nach der Pause goldrichtig.

Gefährlicher Rückstand

Damit geriet die Borussia zweimal genau in den Rückstand, den der Trainer vorher als äußerst gefährlich eingestuft hatte. In der Zwischenzeit glich Philipp Simon per Elfmeter aus, und auch nach dem 1:2 schaffte Pascal Schneider den Gleichstand. Das reichte jedoch an diesem Tag nicht, denn die Borussia leistete sich weitere individuelle Fehler.

Ein nach Hannes‘ Ansicht berechtigter, aber nicht gegebener Elfmeter leitete die Niederlage ein. Und wieder patzte dabei ein verdienter und sonst souveräner Christian Kreutzer. Der ließ sich von Vincent Geimer den Ball abjagen und lief nur noch hinterher, die 3:2-Führung für Herkenrath konnte er nicht verhindern.

Das folgende Pech von Kreutzer bei einem Schuss unter die Querlatte und dem sich daraus entwickelnden Konter zum 4:2 entsprach der Stimmung an diesem Tag. „Es war eine grandiose Leistung meiner Mannschaft, aber wir haben zu viele Fehler gemacht.“ Trainer Hannes war restlos bedient.

Bereits heute (20 Uhr) hat die Mannschaft die Chance zur Wiedergutmachtung. Beim SV Bergisch Gladbach wartet ein Gegner, der sich sicher nicht kampflos ergeben wird. Da helfen nur Konzentration und Einsatzwille. Im Hinspiel trennte man sich 1:1, weniger wird Wilfried Hannes kaum akzeptieren.

(tm)