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Linnich: Fragen nach der Kontrolle

Linnich : Fragen nach der Kontrolle

Ein Fleißkärtchen hatte sich die Linnicher Verwaltung immerhin verdient. Seitenweise hatte sie aufgelistet, wo in der Kernstadt und in den Dörfern Straßen aufgebrochen worden waren, wann die Abnahme erfolgte und die Gewährleistungsfrist endet. Zufrieden mit der Aufstellung waren die Mitglieder des Werksausschusses nicht.

„Die Liste gibt mehr Rätsel auf, anstatt dass sie uns nutzt”, meinte CDU-Fraktionschef Hans-Willi Dohmen. Die Antworten, die in Märzsitzung des Stadtrates eingefordert worden waren, gab die jetzt vorgelegte Übersicht nicht.

Wie streng kontrolliert die Verwaltung die Arbeiten, wenn Versorgungsunternehmen Straßen aufreißen, um Gas-, Wasser- oder Telefonleitungen zu legen? Wie trägt sie Sorge dafür, dass die Arbeiten schnell abgewickelt und offene Baustellen nicht zur Dauerbelastung werden? Nur zwei Fragen, die mit einer reinen Aufzählung von Einzelmaßnahmen nicht beantwortet wurden.

Daher forderte Dohmen künftig „mehr Informationen über die Abwicklung” der Maßnahmen ein - und zwar vom Antrag bis zur Endkontrolle. Nur so lasse sich auch eine fachgerechte Ausführung nachvollziehen und feststellen.

Dem stimmte auch Hans-Friedrich Oetjen für die SPD zu. „Und wir hätten konkrete Forderungen, was das Verfahren angeht.” Ein Bautagebuch scheine es nicht zu geben, wie Oetjen bemängelte. Der Ausschuss wird sich mit dem Thema also noch einmal intensiver beschäftigen.