Jülich: Forum Medizin im Kuba: Operation als Therapie-Bestandteil bei Darmkrebs

Jülich: Forum Medizin im Kuba: Operation als Therapie-Bestandteil bei Darmkrebs

„Die Chirurgie ist Teil des Behandlungsprozesses bei den bösartigen Erkrankungen des Dickdarmes“, widerspricht Dr. Klaus Hindrichs dem Eindruck, dass das „Messer“ das letzte Mittel sei im Kampf gegen den Darmkrebs.

Der Chefarzt für Allgemeinchirurgie, Viszeral- und Unfallchirurgie und Ärztlicher Direktor des St. Elisabeth-Krankenhauses Jülich, ist einer der vier Referenten beim Forum Medizin „Darmkrebs — Die stille Krankheit“ am Donnerstag im Kulturbahnhof Jülich.

Hindrichs verweist auf Studien mit zahlenmäßig beachtlichen Patientengruppen, die bei einer entsprechenden Diagnostik unterstreichen, „dass die Chirurgie entweder der entscheidende Schritt zur Heilung ist, im fortgeschrittenen Stadium zumindest der Schritt zu mehr Lebensqualität“. Außerdem schaffe die Chirurgie die Voraussetzung zur Nachbehandlung mit wesentlich besserer Prognose.

Verändert habe sich die operative Taktik. Zunehmend werden auch bösartige Tumore per Knopfloch-Chirurgie operiert. Eine für den Patienten angenehmere Operationsmethode.

Bei fortgeschrittenen Stadien verbinden sich Diagnostik, Chirurgie und Onkologie zu einer Hand-in-Hand-Therapie. „Je nach Größe des Tumors wird vorbehandelt — Chemotherapie oder Strahlentherapie —, dann wird operiert.“ Gegebenenfalls werde noch nachbehandelt. Dieses Konzept, das über alle Fachabteilungen greift, habe „zu einer wesentlichen Verbesserung der Langzeitprognose und des Erlebens“ geführt.

Dr. Hindrichs wird in seinem Vortrag auch auf den künstlichen Darmausgang, Stoma, eingehen, der vorübergehend oder dauerhaft angelegt werden kann.

Alle Referenten werden im Anschluss an die Vortagsrunde wie immer auf Fragen aus dem Publikum, Rede und Antwort stehen.

(ojo)