Jülich: Förderprojekte: Besser lernen durch mehr Bewegung

Jülich: Förderprojekte: Besser lernen durch mehr Bewegung

„Fit durch die Schule“ ist eine Initiative des Landes NRW in Kooperation mit de AOK Rheinland/Hamburg. Pro Institution fördert die Kooperation schulische Maßnahmen mit bis zu 5000 Euro. Projektziel ist die Gesundheitsförderung.

Dazu zählen auch Bewegungsangebote, aber nicht nur. Vor allem geht es darum, den Schülern Freude an der Bewegung zu vermitteln. Die Kooperation zwischen Schulen und Sportvereinen sichert ein breites Angebot für ambitionierte Kinder und Jugendliche und für „Bewegungsmuffel“. Zudem verbessert sie die Bildungs- und Zukunftschancen von Kindern und Jugendlichen, die sonst keinen Zugang fänden. Zum vierten Mal nahm das Mädchengymnasium Jülich teil. Ein Fachgremium unter Leitung des Schulministeriums hatte sein Projekt „Mehr lernen nach mehr Bewegung“ ausgewählt und fördert es nun mit 2000 Euro.

Mit Maßnahmen wie den Arbeitsgemeinschaften Yoga, Hip-Hop, der Projektwoche „Lernen und Bewegen“ der Klassen 7 bis 9 und der Projekttage der Klassen 5 und 6 in Verbindung mit einer Ausbildung zum Sporthelfer verbessert die Schule die Motivation und hilft den Mädchen dabei, „ihre“ Sportart und gegebenenfalls auch ihre Vereinszugehörigkeit zu finden. Es hatte sich gezeigt, dass kurze Bewegungsimpulse im Augenblick motivieren, insgesamt im Schulleben aber mehr Bewegungsanreize geschaffen werden müssen. Durch die von der AOK finanzierten Fortbildungen sind insgesamt 17 Lehrer direkt motiviert worden, im Unterricht die Sitzschule zu vermeiden.

Die „bewegungsfreudige Schule“ soll nun weiter ausgebaut werden. Denn: „Bewegung fördert die motorische und psychologische Leistungsfähigkeit“, wie Sportlehrerin Dr. Heidrun Degenhardt betonte.

3500 Euro sicherte sich die Bürgewaldschule Düren, die mit ihrem Projekt „Hapkido — die Selbstverteidigung für uns“ zum ersten Mal dabei war. Zielgruppe des Projektes in Zusammenarbeit mit der „JKK Taekwondo Düren“ sind Mädchen und Jungen der Klassen 6 bis 10. Sie sollen durch die „coole Kampfsportart mit eher defensiver Taktik ein gewisses Selbstwertgefühl gewinnen, aber auch wissen: „Ich kann rausgehen aus dem Konflikt“, wie Schulleiter Wolfgang Verhaaren es ausdrückte.

Die Anmeldung für die Bürgewald-Förderschüler in der AG ist freiwillig, dann aber mindestens für ein halbes Jahr verbindlich. Denn das Durchhalten zählt wie das soziale Kompetenztraining in einer Kampfsportart mit strengem Codex zum Erziehungssystem der Förderschule. Letztendlich steht im Vordergrund, eigene Lernchancen zu erkennen, Vertrauen zu vermitteln und respektvoll miteinander umzugehen.

(ptj)