177 Flüchtlinge: Flüchtlingssituation ist mittlerweile entspannt

177 Flüchtlinge : Flüchtlingssituation ist mittlerweile entspannt

Dass im Ausschuss für Kultur, Sport, Generationen und Soziales über die Flüchtlingssituation in Linnich gar nicht geredet wurde, hat sein Gutes. Es bedeutet, dass die Situation nicht angespannt ist.

Bezogen auf die Unterkunft in Gevenich ist sie sogar entspannt. Linnichs dienstältestes Übergangswohnheim bietet – Stand Mitte Mai – Platz für 42 Bewohner, ist aber nur mit 17 Personen belegt. Fünf Räume sind frei. Sie stehen jetzt auf der Agenda des Gebäudemanagements zur Renovierung an. Das ist, wie die Verwaltung nachgeschlagen hatte, zum letzten Mal vor zehn Jahren geschehen.

Insgesamt betreut die Stadt Linnich zurzeit 177 Flüchtlinge in den diversen Unterkünften. Damit hat die Stadt noch Luft nach oben, denn sie verfügt über eine Kapazität von 241 Plätzen. 42 dieser 177 Flüchtlinge sind eigentlich den Gemeinden Inden, Aldenhoven und Titz zugewiesen, werden aber im Rahmen einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung von der Stadt Linnich betreut. Hinzu kommen 44 anerkannte Flüchtlinge mit Wohnsitzauflage.

Auch der Zustrom an Flüchtlingen hält sich in Grenzen. In den zurückliegenden drei Monaten wurden in Linnich neun Personen aufgenommen. Zwei davon waren unbegleitete Minderjährige.

Bezogen auf die Vorgaben des Flüchtlingsaufnahmegesetzes befindet sich Linnich mit 94 Prozent nah am Soll. Mit drei weiteren Aufgenommenen wäre die 100-Prozent-Marke erreicht. Die Erfüllungsquote bei den anerkannten Flüchtlingen mit Wohnsitzauflage (§ 12a AufenthG) liegt hingegen bei 39 Prozent. Hier könnte die Stadt noch 108 Personen aufnehmen, um auf 100 Prozent zu kommen. Einen Abgang hatte die Stadt Mitte April zu verschmerzen. Der im Bereich der Flüchtlingsbetreuung eingesetzte Bundesfreiwilligendienstler kündigte, da er eine Ausbildungsstelle gefunden hatte.

(ojo)
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