Jülich: Fliegerbombe in Jülich entschärft

Jülich: Fliegerbombe in Jülich entschärft

Die britische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist entschärft. Feuerwerker Horst-Dieter Daenecke hat die Zünder der 20 Zentner schwere Bombe unschädlich gemacht. Jetzt wird der „Unruhestifter” in ein Zwischenlager nach Köln transportiert und in der kommenden Woche zerlegt.

Über vier Stunde lang standen 3000 Haushalte, das Krankenhaus und das Altenheim leer. 6500 Menschen wurden insgesamt evakuiert. Hilfskräfte hatten die Betroffenen am Vormittag in Sicherheit gebracht und den Stadtteil für den Eingangsverkehr abgeriegelt. Nach Kontrollen zu Fuß und per Hubschrauber begann die Entschärfung.

Das Leben in der Herzogstadt kehrt nun zur Normalität zurück. Bürgermeister Heinrich Stommel und Hans Pinell, der Leiter der Ordnungsamtes, sind mit dem Ablauf der Maßnahme zufrieden. Einerseits, weil die Entschärfung wie erwartet ein Routineeingriff war. Andererseits, weil das Räumen des Nordviertels vergleichsweise geräuschlos abgelaufen ist.

Die Fliegermine war bei Baumaßnahmen in einem Wohngebiet im Garten gefunden worden. Es handelt sich um eine eher seltene Luftmine. Bei einer Explosion erzeugt sie eine höhere Druckwelle als eine Bombe. Die Stadt hatte nach dem Bauantrag eines Privatmannes routinemäßig den Kampfmittelräumdienst eingeschaltet. Die Experten fanden die Bombe aufgrund von Luftbildern. Jülich war im November 1944 von den Alliierten komplett zerbombt worden.


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