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FH Aachen: Digitalisierungs-Experten aus Jülich

Medizintechnik und Technomathematik am FH-Campus : 292 Jülicher Absolventen im Aachener Krönungssaal geehrt

Mit einer Feier im Krönungssaal des Aachener Rathauses hat der Fachbereich Medizintechnik und Technomathematik, der auf dem FH-Campus Jülich beheimatet ist, seine Absolventinnen und Absolventen des Jahrgangs 2017 geehrt.

Insgesamt haben in diesem Zeitraum 292 junge Frauen und Männer ihren Abschluss gemacht, davon 150 im Bachelorstudiengang Scientific Programming (seit WS 18/19 „Angewandte Mathematik und Informatik“), 62 im Bachelorstudiengang Biomedizinische Technik, 18 im Bachelorstudiengang Physiotherapie, 9 im dualen Studiengang Augenoptik und Optometrie, 27 im Master Technomathematik und 26 im Master Biomedical Engineering. 450 Gäste waren in den Krönungssaal gekommen, um die erfolgreichen Studierenden zu ehren. Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp würdigte ihre Leistungen ebenso wie der stellvertretende Bürgermeister Jülichs, Wolfgang Gunia.

Den inhaltlichen Schwerpunkt der Feier bildete das Thema 20 Jahre duales Studium am Fachbereich Medizintechnik und Technomathematik. 1998 wurde der Diplomstudiengang Technomathematik erstmals angeboten. Der Rektor der FH Aachen, Prof. Dr. Marcus Baumann, würdigte die Arbeit, die der Fachbereich in den vergangenenzwei Jahrzehnten beim Aufbau des dualen Studiengangs geleistet hat. Dieser sei dank seiner praxisnahen Ausrichtung typisch für die Fachhochschule: „Wer, wenn nicht die FHs, soll sonst die Fachleute für die Digitalisierung ausbilden?“.

Prof. Dr. Christof Schelthoff, Dekan des Fachbereichs, ergänzte: „Wir sind stolz, ein so erfolgreiches Modell am Fachbereich zu haben und unseren Beitrag zur Sicherung des Fachkräftenachwuchses im Bereich der Digitalisierung zu leisten.“ Prof. Paul Jansen vom Forschungszentrum Jülich (Jülich Supercomputing Centre) und Prof. Dr. Siegfried Pawelke von der FH berichteten aus der Anfangszeit. Zum Jahresbeginn 1998 stellten sie in kaum mehr als sechs Monaten ein Curriculum auf die Beine. Pünktlich zum Wintersemester 1998/99 wurde der Kooperationsvertrag zwischen dem Forschungszentrum und der FH feierlich unterzeichnet.

So konnte man den Auszubildenden, die im Herbst ihre Ausbildung zum Mathematisch technischen Assistenten begonnen hatten, das Angebot machen, gleichzeitig den Diplomstudiengang Technomathematik aufzunehmen. Es war der Startschuss zum ersten dualen ausbildungsintegrierenden Studium am Fachbereich, der erste duale Studiengang an der FH und einer der ersten in NRW. Ein großer Vorteil war, dass hier eine gute Basis mit sehr qualifizierten Auszubildenden bestand. An entscheidender Stelle sorgten Prof. Dr. Dr. h.c. Gisela Engeln-Müllges und Prof. Dr. Arno Hardt dafür, dass der Plan umgesetzt werden konnte.

Von großer Bedeutung war, dass von Beginn an starke Partner mit im Boot waren: das Forschungszentrum Jülich und ab 1999 das IT Center der RWTH Aachen. Die Ausbildungsbetriebe sind als Kooperationspartner für die praktische Ausbildung unverzichtbar. Auf der Feier waren diese vertreten durch INFORM,

Soptim, Bauer & Kirch, National Instruments, CAE Elektronik, Worldline, AXA und Adesso.

2006 kam die Umstellung des Studiengangs auf den Bachelorabschluss, zunächst als Scientific Programming, heute als Angewandte Mathematik und Informatik. Mittlerweile gibt es drei Standorte - in Jülich mit dem Forschungszentrum, in Aachen mit der RWTH als Partner und in Köln als eigener Standort. Beim Start 1998 waren 21 Studienanfängerinnen und -anfänger in einem Jahrgang, aktuell sind es 183, die zum Wintersemester 18/19 das duale Studium beginnen. Ein Absolvent der ersten Stunde hat es zum Professor an der Universität Bremen gebracht. Als Vertreter des ersten Jahrgangs gab Dr. René Külheim einen Einblick in seinen Werdegang und berichtete von den Chancen, die die profunde Ausbildung an der FH im Bereich der Digitalisierung bietet.