Jülich: FDP-Kreisvorsitzende Ingola Schmitz kündigt Rücktritt an

Jülich: FDP-Kreisvorsitzende Ingola Schmitz kündigt Rücktritt an

Jetzt ist es endgültig: Die Reserveliste der FDP wird nicht zur Kreistagswahl am 25. Mai zugelassen. Der Landeswahlausschuss bestätigte am Donnerstag bei einer Enthaltung die Entscheidung des Kreiswahlausschusses und wies die Beschwerde des FDP-Kreisvorstandes zurück.

Kreiswahlleiter Georg Beyß hatte rund um die Nominierung der Liste Verstöße gegen „fundamentale Grundlagen demokratischer Verfahrensweisen“ festgestellt. Da somit nur die Kandidaten in den Wahlkreisen antreten dürfen, ist ein Wiedereinzug der Liberalen in den Kreistag unwahrscheinlich. Der Landeswahlausschuss begründete seine Entscheidung mit der nicht eingehaltenen 24-stündigen Einladungsfrist bei der zweiten Aufstellungsversammlung und der nachträglich geänderten Tagesordnung.

Eingeladen worden war mit Blick auf Ergänzungswahlen zur Reserveliste, die aber komplett neu aufgestellt wurde. Die FDP-Kreisvorsitzende Ingola Schmitz erklärte, dass sie die Verantwortung für das Aus übernehmen werde. „Ich werde einen Parteitag einberufen und von meinem Amt zurücktreten.“ Sie geht davon aus, dass weitere Vorstandskollegen folgen werden. „Mir tut das leid für die Partei und für die Ortsverbände, die eine hervorragende Arbeit machen. Ich bedauere, dass jetzt ein tiefer Riss durch die Partei geht.“ Schmitz wiederholte ihre Kritik am Vorgehen einzelner Mitglieder, die mit ihren Angriffen gegen einzelne Personen für das Chaos in der Partei verantwortlich seien.

Mehr von Aachener Zeitung