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75 Kinder nahmen teil : Familienbewegungsfest lädt zu viel Action ein

75 Kinder nahmen teil : Familienbewegungsfest lädt zu viel Action ein

Insgesamt 75 Kinder im Alter von zwei bis acht Jahren folgten der Einladung des TuS Aldenhoven 1969 — Fachschaft Turnen und dem Kooperationspartner Bewegungskindergarten St. Elisabeth zum Kinderbewegungsabzeichen (Kibaz) in die Turn- und Gymnastikhallen an der Schwanenstraße in Aldenhoven.

Für das kindliche Bewegungsverhalten liefert eine gesunde Ernährung die nötige Energie, die das Kind für seine täglichen Aktivitäten, wie Spiel und Bewegung, braucht. Die Schulung von Ausdauer, Kraft und Schnelligkeit, also körperliche Aktivität, hilft Stresssymptome, wie Unruhe und Nervosität, abzubauen. Bewegung, Ernährung, Stress — wird einer dieser drei Bausteine positiv beeinflusst, so hat dies auch immer Einfluss auf die anderen Aspekte. Im Zusammenspiel dieser Faktoren trägt ein altersgerechtes Bewegungsverhalten dazu bei, dass die gesundheitliche Entwicklung des Kindes optimal unterstützt wird.

Eine wichtige Voraussetzung für das Erlernen eines gesunden Lebensstil ist das positive Vorbild der Eltern und Menschen, die Kinder in deren Entwicklung, begleiten.

Über zehn Stationen

An insgesamt zehn betreuten Stationen, die von den Übungsleiterinnen des Kinderturnens geplant und mit Hilfe der Erzieher der St. Elisabeth-Kindertagesstätte aufgebaut wurden, konnten die 75 Kinder das Kinderbewegungsabzeichen erturnen. Hinter den Stationen verbargen sich Aufgaben, die die motorische, sensorische, psychisch-emotionale, soziale und kognitive Entwicklung des einzelnen Kindes ansprachen und herausforderten. In Begleitung einer vertrauten Person, Eltern oder Großeltern entwickelten Kinder viel Freude und persönlichen Ehrgeiz beim Ausprobieren und Erleben. Besonders beim Teppichfliesen-Schieben im Slalom um Pylone und das Ziehen über eine Langbank mit Balltransport, zeigten viele Kinder eine körperliche Anstrengungsbereitschaft.

Eine steile schräge Ebene hinauf gehen und mit nur so viel Hilfe wie nötig und über eine Weichbodenmatte hinunter zu rutschen, erforderte eine gehörige Portion Mut von den kleinen Akteuren.

Zum Verkleiden gab es eine große Auswahl an Kostümen und Kleidern. Unter Bewunderung der Zuschauer stellten sich die Kinder in Pirat, Räuber oder Prinzessin verwandelt, dar. Auch namenlose Verkleidungen entstanden. Die kreativen Ergebnisse sorgten für fröhliches Lachen.

Partneraufgabe

Besondere Aufmerksamkeit und Anpassungsgabe forderte die Partneraufgabe, mit Hilfe eines gespannten Tuchs, einen Ball in die Luft zu katapultieren und wieder mit dem Tuch aufzufangen. Diese Aufgabe weckte den Ehrgeiz der Beteiligten, und nach vielen Wiederholungen konnten Paare ganz geschickt das Spiel spielen. Mit allzu großen Schuhen einen unebenen Weg und zusätzlich durch ein Hindernis zu steigen, verlangte ein Geschick und Körperbeherrschung. Die schweren Schuhe wurden als Last empfunden. Aber welches Kind liebt es nicht, mit Mamas oder Papas Schuhen durch das Zimmer zu spazieren?

Ein besonderer Reiz für alle Kinder war das Zusammenfügen einer Zahlenreihe. Nach einem Bauplan entstanden mit hoher Konzentration und genauem Beobachten aus bunten Schaumstoff-Bausteinen, die schönsten Bauwerke. Während gebaut wurde, achteten natürlich alle darauf, dass sich keine Baufehler einschleichen konnten. Bei allzu komplizierten Bauaufgaben konnte der Bauherr auf Unterstützung zählen. Behutsam und mit besonderer Fürsorge durften Kinder im Gesicht der Eltern mit Malstiften Gesichtskunstwerke entstehen lassen. Während die Kinder angemalt wurden, spürten sie den Malstift im Gesicht. Das „Kitzeln“ des Stiftes auf der Haut wurde als angenehm beschrieben. Im Spiegel konnten alle ihre Gesichtskunstwerke bestaunen. Natürlich gab es auch viel Bewunderung von den anderen Teilnehmern.

Nach dem Durchlauf aller zehn Stationen, der durch eine Laufkarte belegt wurde, erhielt jedes Kind eine Kibaz-Urkunde. Das Leuchten der Kinderaugen belegte, wie wichtig die Geste für das Kind war. Mit Urkunde und stolzem Blick kamen die Kinder zum Obstkorb. Hier konnten sie einen Apfel erhalten. Das war nach der körperlichen Anstrengung eine willkommene Erfrischung und ein kleiner Genuss zum Auffüllen der Energiespeicher.