Koslar: Familie Flatten öffnet das Tor zum Bauernhof

Koslar: Familie Flatten öffnet das Tor zum Bauernhof

Wo sonst grüne Wiese ist, verschwand das Gras beinahe völlig — Mark Flatten hatte die große Grünfläche vor seinem Hof in einen riesigen Parkplatz verwandelt. Aus gutem Grund: Der Landwirt und seine Familie hatten zum zweiten Mal zum „Arla“-Hoftag eingeladen.

Und die Gäste folgten der Einladung zahlreich. Auch Zweiradfahrer fanden kaum noch einen Platz für ihren Drahtesel. Vor dem Milchautomaten bildete sich eine lange Schlange, regelmäßige Milchkäufer und Neukunden zapften literweise vom gut gekühlten Getränk.

Im Innenhof hatte Familie Flatten mit dem Organisatorenteam der genossenschaftlichen Molkerei Arla ein vielfältiges Rahmenprogramm aufgefahren. Eine große Hüpfburg ließ Kinderherzen höher schlagen und auch Feinschmecker wurden fündig. So standen vor allem leckere Milchprodukte auf dem Speiseplan — natürlich auch aus dem Arla-Sortiment. Auch herzhafte Rosmarinkartoffeln fanden Abnehmer.

Erlös für Krankenhaus in Ghana

Wer sich eine Portion der schmackhaften Erdäpfel kredenzen ließ, tat quasi nebenbei auch noch ein gutes Werk, denn der Erlös an diesem Stand war für ein gemeinnütziges Projekt bestimmt: Mit ihren Spendengeldern will der Nkabom — ein Krankenhaus in Ghana den Bau eines Hospitals in dem westafrikanischen Staat möglich machen. Der Bau läuft bereits, ist aber noch nicht abgeschlossen.

Mit einer großen Schar freiwilliger Helfer führte Familie Flatten ihre vielen Besucher kreuz und quer über den Hof, erläuterte die Viehhaltung und die Milchproduktion. Beim Gang durch den modernen Laufstall kamen die Gäste des Hoftags den schwarzbunten Kühen bis auf Armeslänge nah. Diese ließen sich durch die Besuchermassen indes kaum stören und kauten in aller Seelenruhe weiter auf Heu, Silage und ähnlichem Futter. Das, so erfuhren die Besucher dann auch, wächst zu großen Teilen auf eigenen Äckern. Zugekauft wird so wenig wie möglich, selbst Sojabohnen baut Landwirt Flatten inzwischen selbst an.

Einen ganzen Tag lang, von morgens um elf bis nachmittags um fünf Uhr, hatten interessierte Gäste die Gelegenheit, das Gut Waldeck am Ortseingang von Koslar gründlich kennenzulernen.

Angesichts des Besucherandrangs wird dieses jedoch wohl kaum das letzte Hoffest gewesen sein. Die von der Molkereigenossenschaft ins Leben gerufenen Hoftage sind auch andernorts ein großer Erfolg, wie eine Mitarbeiterin im grünen Arla-Shirt zufrieden feststellt: „Wir haben immer sehr viele Besucher.“

(brs)
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