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Jülich: Exklusiver Einblick in die Jülicher Jugendkultur

Jülich : Exklusiver Einblick in die Jülicher Jugendkultur

Fast hätten sie im Kulturbahnhof den roten Teppich ausrollen müssen. Zur Premiere des Skaterfilms „Crossing the border” erlebte die Einrichtung einen unerwarteten Ansturm von in erster Linie jugendlichen Besuchern. Das hing wohl auch damit zusammen, dass zwei junge Jülicher das Movie produziert hatten.

„Wir haben den Film ja eigentlich nur für uns selbst produziert, nur so zum Spaß. Da konnte ja keiner mit rechnen”, staunten Oliver Mohr, 17 Jahre, und Tristan Pionke, 19 Jahre, nicht schlecht. 137 Zuschauer sahen sich die erste Vorstellung an, aufgrund der großen Nachfrage wurde der 38-minütige Streifen gleich im Anschluss noch mal gezeigt.

Mohr und Pionke, die sich bei der Arbeit zum preisgekrönten Filmprojekt „Perceptionel” („Jugend Kreativ Wettbewerb”) kennenlernten, sind selbst keine Skater. Aber beim Aufenthalt im Jülicher Brückenkopf-Park ließen sie sich von den rasanten Stunts der Jungs auf den Rollbrettern inspirieren. Mit ihren freiwilligen Darstellern nahmen sie das Projekt im Sommer in Angriff.

„Dadurch haben wir ne Menge Leute kennengelernt”, freuten sich die beiden Amateurfilmer. Wenngleich bei „Crossing the border” die schnellen Schnitte, krassen Kameraeinstellungen und musikalische Einspieler im Mittelpunkt stehen, wollten Pionke und Mohr nicht auf eine Rahmenhandlung verzichten.

So dreht sich der Plot um ein mysteriöses Skaterennen, um einen von „Jack L. Cross” (Daniel Dohmen) ausgelobten Preis. Dabei gilt es, die „Grenzen im Kopf” zu überwinden und möglichst schnell das nächste Hinweisfoto zu finden.

Dass auch das Kuba-Publikum am Ende eine Grenze überwindet, und selbst Teil des Films wird, bildete die besondere Pointe des witzigen Streifens, der exklusive Einblicke in die Welt der Jülicher Jugendkultur eröffnete.