Mädchengymnasium: Europafest steht unter dänischer Flagge

Mädchengymnasium : Europafest steht unter dänischer Flagge

„Überall wird Ihnen Dänemark heute in irgendeiner Weise begegnen“, sagte Schulleiterin Christiane Clemens in ihrer Begrüßungsrede auf der Bühne auf dem Schulhof des Mädchengymnasiums. Sie behielt Recht.

Neben deutschen Gerichten fand man Risalamande, Porree-Frummsen und karamellisierte Kartoffeln auf der Speisekarte, die Außenbühne stand wortwörtlich unter der dänischen Flagge und in den Klassenzimmern gab es verschiedenste maritime und dänische Dekoartikel, Kekse und Lichter zu kaufen. Draußen konnten die Besucher traditionelle Gewänder aus ganz Europa bestaunen, die die Schüler im Kunstunterricht gefertigt hatten. Denn auch das ist ein wichtiger Teil des Europafests: Vielfältigkeit. Das zeigten einige Schülerinnen zur traditionellen Begrüßung, als sie die Gäste in ihren Muttersprachen willkommen hießen, darunter zum Beispiel Rumänisch, Türkisch und Spanisch. Ein Zeichen für die Internationalität der Schule wollten sie damit jedes Jahr setzen, so die Beteiligten. Den Tag über war in der Schule Ausnahmezustand, der Trubel allgegenwärtig.

Die Schulleiterin und Schülerinnen begrüßen die Besucher auf verschiedenen Sprachen. Foto: Katharina Rings.

Das Programm lief gleichzeitig im PZ des Gymnasiums und auf der Außenbühne. Dabei gab es unter anderem Gastauftritte des Tanzclubs Schwarz-Gelb Jülich, der Big Band „What Else“ und des Trommlercorps „Tambour Axé“. Auch die schuleigenen Ensembles konnten sich vor großem Publikum präsentieren, darunter die Chöre verschiedener Altersstufen, das MGJ-Orchester und der Instrumentalkreis. Michelle Paninka vom MGJ und Lara Fuchs vom Gymnasium Zitadelle stimmten vor der Begrüßung die Besucher mit gefühlvoll interpretierten Pop-Klassikern auf das Fest ein.

Doch warum hatte sich das Vorbereitungsteam das Land Dänemark ausgesucht? Laut Thorsten Krebs, dem Veranstaltungsleiter, kam die Idee aus dem Kochteam und verdrängte sofort alle anderen Vorschläge. Besonders wichtig sei ihnen gewesen, die Gerichte, die serviert werden sollen, gut zu recherchieren und die Mengen abzustimmen. „Wir möchten, dass keine Reste bleiben“, sagte Thorsten Krebs.

Die „Soccer Arena“

Eine Besonderheit in diesem Jahrwar die „Soccer Arena“, die für diesen Tag auf dem Sportplatz aufgebaut und von vielen Kindern und Jugendlichen genutzt wurde. Diese sei ein Projekt der Stadt Jülich und stehe normalerweise im Jugendzentrum, erklärte Krebs. Wie jedes Jahr gab es viele Möglichkeiten, zu spielen, Sport zu treiben, auf Tombolapreise zu hoffen und einen schönen Samstagnachmittag zu verbringen. Um ein solches Projekt stemmen zu können, ist das Engagement der gesamten Schule nötig.

Eltern, Lehrer und Schülerinnen übernehmen alle unterschiedliche Aufgaben, vom Verkauf der Lose über die kreativen Ideen der Unterstufen zum Kochen und Verkaufen des dänisch-deutschen Essens. „It’s amazing to see everybody so involved! (dt.: Es ist toll, jeden so eingebunden zu sehen)“ sagte Guille Lopez, eine spanische Lehrerin, die jedes Jahr mit einigen ihrer Schülerinnen nach Deutschland zum Europafest kommt. Die deutschen Schülerinnen sahen das ganz ähnlich: „Es ist schön zu sehen, wie groß und vielfältig die Schule ist“, sagte Anne Wirtz.

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