Rurdorf: Esel in jeder Form und Farbe

Rurdorf: Esel in jeder Form und Farbe

Witzig und ausdrucksstark hat die Rurdorfer Künstlerin Bina Theisen die Tiere schon immer gefunden. „Ich mag Esel“, sagt sie und hat spontan mitgemacht, als ihre Künstlerkollegin Anja Hühn anregte, mit einigen anderen Künstlerinnen und Künstlern eine Ausstellung zum Thema „Esel“ zu gestalten. In Düsseldorf waren ihre Arbeiten bereits zu sehen, vom 21. Juli bis 4. August sollen sie außerdem auf dem Gestüt für Großesel an der Loreley in Bornich gezeigt werden.

Und zwischendurch, so fanden Bina und Wilfried Theisen, könne man sie außerdem in ihrem Haus in Rurdorf im Rahmen des Linnicher Kultursommers und der Aktion „offenes Atelier“ zeigen. „Ein Stall voller Esel“ wartete also auf die Besucher.

18 Kunstschaffende

Noch weitere Künstler hatte Bina für diese Ausstellung gewinnen können und so bevölkerten 18 Kunstschaffende und rund 50 Esel ihr Haus. Ganz unterschiedlich sowohl in Material, Technik, Form und Farbe hatten sie sich an das Thema herangewagt. Die einen hatten wie beispielsweise Heinz Keller und Willi Arlt hatten Metall gewählt. Angelika Keller hatte Keramik bevorzugt. Radierungen waren entstanden, mit Kreide, Kohle, Öl auf Leinwand, Acryl und vielem mehr hatten sie gearbeitet. Auf Stoff als Quillt blickten einem die Esel entgegen, und auch aus Filz.

Mit dabei waren auch Binas „Malkinder“ Luzie Luft, Lisa Schneiders und Paula Sylvester mit ihren Eselbildern. Die größte Herde aber stammte von der Hausherrin selbst. Ins Menschliche hatte sie die Eigenarten des Esels übertragen, ihre gewohnt witzigen Anmerkungen dazu gemacht, und so waren skurrile kleine Bilder in Tusche und Aquarellfarben entstanden, die schmunzeln ließen.

Reger Betrieb herrschte während des gesamten Wochenendes im Hause Theisen, denn ihr offenes Atelier gehört zum Linnicher Kultursommer ebenso unverrückbar dazu, wie der Skulpturenweg entlang der Rur. Er steht allerdings in diesem Jahr unter keinem guten Stern. Mehrfach wurden dort schon Kunstwerke beschädigt, weshalb einige Künstler ihre Arbeiten bereits abgebaut haben.

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