Eröffnung der Caritas-Wanderausstellung in Rödingen

Heimat lebt im Herzen jedes Einzelnen : Eröffnung der Caritas-Wanderausstellung in der Alten Schule Rödingen

Mit ihrer „Heimat-Ausstellung“ ist die Caritas in der gesamten Region unterwegs. Seit Sonntag macht sie mit Unterstützung des Bürgervereins „Unsere Alte Schule“ bis Ende März Station in den Räumlichkeiten der ehemaligen Grundschule in Rödingen.

Die Idee hinter der Präsentation ist, Gelegenheit zu bieten, sich über die verschiedenen Vorstellungen und Erfahrungen von Heimat auszutauschen. Respektvolles Miteinander und ein fruchtbarer Austausch, sowie Zeichen zu setzen für eine offene und vielfältige Gesellschaft, sind die Botschaften, die die Caritas mit der Ausstellung für ein gelingendes Zusammenleben senden möchte. „Heimat ist etwas, in das ich Gäste einladen kann, das offen ist, über das ich ins Gespräch komme“, hob Maria Hintzen-Muckel, Sprecherin des Bürgervereins, in ihrer Begrüßung hervor.

So habe man die Dorfvereine und Privatpersonen angesprochen, sich am erweiterten Rahmenprogramm zur Ausstellung aktiv zu beteiligen. Dem Aufruf gerne gefolgt waren der Kindergarten St. Kornelius, der Verein „Kinder in Rödingen“ und einige Mitbürger. Im weiteren Verlauf der geplanten sonntäglichen Aktionen werden die St. Sebastianus Schützenbruderschaft und der ortsansässige Geschichtsverein zusätzliche wertvolle Beiträge liefern.

Eine nette und gerne angenommene Idee war das Angebot an die Besucher, auf bereitliegenden Postkarten oder kleinen geschnitzten Holzhäuschen ihre Vorstellung von Heimat in Worte zu fassen. „Ich bin fasziniert und freue mich riesig, wie großartig der Bürgerverein unsere Intentionen hier umgesetzt hat“, lobte Rudolf Stellmach, Fachbereichsleiter der Caritas, das Engagement der Rödinger Ausstellungsplaner.

Interessiert lauschten die Besucher Stellmachs Erläuterungen zu den auf Staffeleien präsentierten und prämierten Werke, die zur Caritas Kampagne „Zusammen sind wir Heimat“ eingereicht worden waren (wir berichteten anlässlich der Ausstellung im Titzer Rathaus). Bürgermeister Jürgen Frantzen zeigte sich sehr angetan von den beeindruckenden Dokumentationen. „Ich bin ein Freund des Begriffs ‚Heimaten‘“, ließ er wissen und zollte dem Bürgerverein Respekt und Anerkennung: „Fast noch wichtiger ist das, was hier ad hoc mit viel Liebe zum Detail entstanden ist.“

Mehr als nur eine Ergänzung war der den offiziellen Teil der Ausstellungseröffnung beendende Vortrag von Marcel Perse zum Thema „Wie können Objekte in Museen Heimat dokumentieren?“. Letztendlich bleibt die Erkenntnis: Heimat ist nicht an einen Ort gebunden, Heimat ist dort, wo man sich zu Hause und wohl fühlt – Heimat ist individuell und lebt im Herzen eines jeden Einzelnen.

(jago)
Mehr von Aachener Zeitung