Weiler Langweiler: Ernte ist das Fundament

Weiler Langweiler: Ernte ist das Fundament

„Immer wieder ist es für mich eine besondere Freude”, so der Niedermerzer Pfarrer Wilhelm Maqua beim Gottesdienst im Weiler Langweiler, „das Erntedankfest im Kreis der Landwirte und den vielen Gästen aus der ganzen Region feiern zu können.”

Der über 80jährige Priester ist seit nunmehr 28 Jahren gerade in diesem Dankfest mit dem Bauernweiler eng verbunden und gehört mit dem Landwirt Albert Kockerols zu den Pionieren der Begegnungsfeier. Entstanden ist die bäuerliche Feier zum Erntedank als eine Zusammenkunft von ehemaligen Bewohnern aus den vom Tagebau betroffenen Dörfern.

Im steten Wechsel der Veranstaltungsorte war in diesem Jahr die Hofanlage von Landwirt Winfried Breuer an der Reihe. In der großen Halle hatten sich mit den Pfarreien im Gemeindeverbund Aldenhoven zahlreiche Besucher versammelt. Musikalisch wurde der Gottesdienst von den Bläserfreunden Kinzweiler-Warden und dem Kirchenchor Niedermerz unter der Leitung von Thomas Offergeld gestaltet. Den feierlichen Einzug begleiteten die Schützen der Matthäus-Bruderschaft Pattern.

In der Einführung sprach Margret Frings (Kreisvorsitzende der Landfrauen) von der Ernte als einer Zeit, die zum Danken verpflichtet. Die Ernte bilde ein Fundament, auf dem wir unser Leben aufbauen. Kinder brachten als äußeres Zeichen Blumen, Brot, Obst und Gemüse zum Altar. Die Lesung trug Elena Plum vor, die Landwirte Winfried Breuer und Herbert Kockerols übernahmen die Fürbitten.

In der Predigt verwies Pfarrer Maqua auf die Gemeinschaft, in der auch der Einzelne eine Verpflichtung übernehmen sollte. „Im Dank für das Gute, was Gott uns gegeben hat, können Gefühle uns zusammenführen. Es ist eine besondere Aufgabe, wenn wir unter vielen Menschen beten und singen und uns in jedem Jahr zum großen Dank zusammenfinden.”

Ortslandwirt Herbert Kockerols sprach im Dankeswort von einer großen Gemeinschaft, die sich alljährlich für das große Erntedankfest unter den elf Höfe-Familien im Weiler Langweiler zusammenfindet, um das große „Jahresfest” vorzubereiten. Gleichzeitig verwies er auf eine Spendenaktion, mit der im Aachener Klinikum die Krebsstation für Kinder und verschiedene Einrichtungen für behinderte Kinder unterstützt werden.

Nach dem Gottesdienst blieb im fröhlichen Miteinander genügend Gelegenheit und Zeit, um sich im Außengelände mit reichhaltigen Angeboten bedienen zu lassen und bei diversen Speisen und Getränken im gemütlichen Beisammensein zu feiern.