Jülich: Erneute Niederlage für den TTC Indeland

Jülich : Erneute Niederlage für den TTC Indeland

Auch der zweite Schuss ging daneben, wenn auch ein wenig knapper als der erste. Gegen den TTC Schwalbe Bergneustadt verlor der TTC Indeland Jülich seine zweite Erstligapartie in eigener Halle 1:3.

„Als ich die Aufstellung von Bergneustadt gesehen hatte“, sagte Trainer Miroslav Broda später, „hatte ich das klare Gefühl, dass da was geht.“ Denn die Gäste hatten nicht den derzeitigen Shooting-Star in der Tischtennis-Szene Benedikt Duda an 1 gesetzt, sondern einen Youngster ins Rennen geschickt. Dass Vladimir Sidorenko mit seinen 16 Jahren einfacher zu besiegen war als beispielsweise der in Jülich gut bekannte Paul Drinhall, leuchtete jedem ein. Und Robin Devos bestätigte das auch mit einem variablem Spiel und sehr guten Returns. Am Ende fehlten dem Russen ein wenig die Nerven.

„Robin war in beiden Spielen gut“, lobte Broda, auch wenn der Belgier im Spiel gegen Duda 0:3 unterging. Aber er riskierte etwas und brachte seinen Gegner dadurch immer wieder aus dessen Rhythmus. „Ich hatte ihm gesagt, wenn du nur mitspielst, macht er dich platt. Du musst etwas riskieren“, erklärte der Trainer. Devos hielt sich an die Marschrichtung, im Gegensatz zu Dennis Klein.

„Dennis hat noch Schwierigkeiten, dass umzusetzen, was man ihm sagt“, klang ein Erklärungsversuch von Broda für den ziemlich farblosen Auftritt des Deutschen. Die 4:11, 6:11 und 2:11-Niederlagen sprachen für sich. „Er versucht nicht, etwas Neues auszuprobieren, wenn es nicht läuft. Damit bleibt er hinter unseren Erwartungen zurück.“ In den seltenen Fällen, wenn Klein gegen Duda etwas probierte, verwirrte das sein Gegenüber und Klein kam zu seinen wenigen Punkten.

Trainer Broda hatte sich insgeheim auf das mögliche Doppel gefreut, denn der Kombination Allegro/Klein hatte er gegen Sidorenko/Drinkhall durchaus Chancen eingeräumt, zumal das Bergneustädter Duo zuvor schon einmal verloren hatte. Aber es kam nicht dazu, weil Martin Allegro nicht schlecht, aber dann doch nicht gut genug gegen Alvaro Robles an der Platte agierte.

„Ich hatte Martin im vierten Satz gesagt, er solle seinen Aufschlag mit der Vorhand ausführen“, erklärte Broda die taktische Anweisung. Allegro reagierte entsprechend und machte die nächsten vier Punkte in Folge. Und auch im fünften Satz variierte er sein Aufschlagspiel; diesmal hatte sich der Spanier allerdings darauf eingestellt.

„Wir waren in beiden Spielen gut“, erklärte Trainer Broda, den brennend interessiert, wie sich ein Jülicher Doppel präsentiert.

(tm)
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