Jülich/Inden: Emsiger Erforscher der Lokalgeschichte

Jülich/Inden: Emsiger Erforscher der Lokalgeschichte

Helmut Scheuer ist tot. Der engagierte Lokalgeschichtsforscher starb am vergangenen Mittwoch im Alter von 88 Jahren. Im Jahr 1977 hoben Scheuer und sechs Mitstreiter den Geschichtsverein Inden aus der Taufe, dessen Vorsitzender er von 1981 bis 1998 war.

Der gebürtige Aachener, der lange Zeit in der Gemeinde Inden lebte, gründete dort auch das Ortsgeschichtliche Museum. Besonders am Herzen lag ihm aber auch die Geschichte der Stadt Jülich.

In etlichen Publikationen und mit unvergesslichen Ausstellungen hat Scheuer den Menschen die Ortsgeschichte nahe gebracht. Den hohen Stellenwert seiner Forschung honorierten gleich mehrere Institutionen mit hohen Auszeichnungen.

Nach seinem Ausscheiden aus dem Vorstand des Geschichtsvereins Inden wurde er dort zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Er war auch Mitbegründer und Schatzmeister der Joseph-Kuhl-Gesellschaft in Jülich, mit deren Medaille er ebenso geehrt wurde wie mit dem Rheinlandtaler. Im Rahmen einer Festsitzung des Jülicher Stadtrates verlieh ihm Bürgermeister Heinrich Stommel im Juli 2002 den Ehrenring der Stadt Jülich.

Helmut Scheuer engagierte sich zudem als Sprecher der Arbeitsgemeinschaft aller Geschichtsvereine im Kreis Düren. Auch auf Kreisebene verfasste er Publikationen wie zum Beispiel für das Jahrbuch des Kreises Düren.

Die Exequien werden am Dienstag um 9.30 Uhr in der Propsteikirche gehalten. Anschließend ist die Beisetzung von der Friedhofshalle Merscher Höhe aus.

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