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Überprüfung der CO2-Bilanz: Elf Sofortprojekte für den Klimaschutz in Jülich

Überprüfung der CO2-Bilanz : Elf Sofortprojekte für den Klimaschutz in Jülich

Die Stadt Jülich will ihre CO2-Bilanz überprüfen, Geld für Radwegenetz bereitstellen, Freiflächen für Solaranlagen ins Blickfeld nehmen und der Bürgermeister soll künftig statt mit einem Dieselauto Termine mit einem E-Auto wahrnehmen.

Wie angekündigt hat die Stadtverwaltung Jülich unmittelbar nach der Sommerpause einen elf Punkte umfassenden Katalog mit Maßnahmen zum Klimaschutz vorgelegt. So schlägt die Stadt vor, die kommunale CO2-Bilanz zu aktualisieren, um so überprüfen zu können, ob man das Ziel, bis 2020 die Emissionen um 16 Prozent zu senken, eingehalten hat.

Zudem soll ein Arbeitskreis Klimaschutz auf politische Ebene installiert werden, der Klimaschutzmaßnahmen identifizieren, priorisieren und eine zeitnahe Umsetzung sicherstellen soll. Als konkrete Projekte schlägt die Verwaltung vor, auch Freiflächen für Solaranlagen zu nutzen, beispielsweise entlang der Autobahnen oder auf dem alten Sportplatz in Kirchberg und Bourheim.

Gleichzeitig will man die Bemühungen intensivieren, auf Dächern städtischer Liegenschaften Solaranlagen zu installieren. Zudem wird darüber nachgedacht, die Denkmalbereichssatzung für die Innenstadt zu ändern, damit auch in diesem Bereich Solaranlagen errichtet werden können.

30.000 Euro sollen für Sofortmaßnahmen bereitgestellt werden, um kurzfristig den Radverekhr in Jülich zu verbessern. Nach einem entsprechenden Aufruf hatte es dazu 100 Hinweise von Bürgern gegeben, wo Missstände beseitigt werden müssten. Ein externes Büro soll weiterhin mit einem Mobilitätskonzept beauftragt werden, in dem es vor allem auch um eine bessere Erreichbarkeit der Innenstadt aus den Stadtteilen gehen soll.

Weiterhin soll das Solarkastaster um ein Gründachkataster ergänzt werden, die Stelle des des Klimaschutzmanagers entfristet und Klimaschutz besonders auch im Bereich des Städtebaus gefördert werden. Und: Der Bürgermeister soll künftig statt mit einem dieselbetriebenen Fahrzeug Termine mit einem E-Auto wahrnehmen. Beraten werden die Vorschläge am Mittwoch im Haupt- und Finanzausschuss (18 Uhr, Neues Rathaus).

(bugi)