Lich-Steinstraß: Eisenbahn-Amateur-Klub Jülich ist gut aufgestellt

Lich-Steinstraß: Eisenbahn-Amateur-Klub Jülich ist gut aufgestellt

Der Eisenbahn Amateur Klub Jülich (EAKJ) hat sich neu aufgestellt. Bei den turnusgemäßen Neuwahlen in der Jahreshauptversammlung wurde Vorsitzender Rudi Haas im Amt bestätigt. Sein Stellvertreter ist nunmehr Michael Wagener, der zudem seine bisherigen Ämter als Pressewart und Webmaster beibehält.

Kassierer Marc Giesen wurde wiedergewählt, zum Schriftführer der bisherige Sonderfahrtenkoordinator Dirk Probst bestimmt. Die Sonderfahrten koordiniert nunmehr Winfried Banse. Als Kassenprüfer fungieren Friedhelm Augustin, Hans-Dieter Walter, als Ersatzkassenprüfer Olaf Gardeick.

Der EAKJ, dessen Gemeinnützigkeit 2014 erneut anerkannt wurde, zählt 46 Mitglieder im Alter von 14 bis 80 Jahren, darunter zwei Neumitglieder. Trotz Minusbetrags im Rechnungsjahr ist der Verein weiterhin gut aufgestellt. „Wir haben uns letztes Jahr ein bisschen was gegönnt“, klärte Wagener die Mitglieder auf.

Der Verein kaufte die Digital-Zentrale Z21 von Roco/Fleischmann, die neben der neuesten Technologie eine verbesserte Stabilität bietet und über Smartphones und Tablets gesteuert werden kann. Die alten Roco Lok-Mäuse können ebenfalls verwendet werden. Wagener hat ein Programm geschrieben, das sich mit der Z21 verbindet und alle aktivierten Züge übersichtlich auf einem großen Bildschirm darstellt.

Bitburg - Warstein modernisiert

Des Weiteren brachte er die Bahnhofsuhren in Gang und baute eine Schaltung, die die Belegung der zweigleisigen Strecke vom Schattenbahnhof Bitburg zum Bahnhof Warstein in beide Richtungen durch LED an den Pulten sichtbar macht. Dadurch entfallen die Telefonate zwischen den Bahnhöfen. Eine vergleichbare Anzeige ist für die eingleisige Strecke Bitburg — Königsbach geplant.

Beim Rück- und Ausblick führte Haas unter anderem die dritte Benefiz-Veranstaltung des Arbeitskreises Rheinlandbahnen (AKR) mit rund 30 Vereinen und Interessenvereinigungen, darunter der EAKJ, in der Bonner Hardtberghalle auf. Der stolze Erlös von 14.000 Euro wurde dem Kinderkrebszentrum der Uni-Klinik Bonn, der Kinderklinik und dem Deutschen Kinderherzzentrum in Sankt Augustin gespendet.

Zu den geplanten Terminen im laufenden Jahr zählen die Messe in Sinsheim und die AKR-Frühjahrstagung im März sowie die Intermodellbau in Dortmund im April. Ein fester Termin ist zudem bereits das Vereinsjubiläum zum 40-jährigen Bestehen im April 2016.

Erwähnenswert sind die Modellbauaktivitäten des vergangenen Jahres, die Bernd-Udo Schulz in einer Bilderschau präsentierte. So werden zurzeit in der Anlage die Module der Jülicher Kreisbahn nachgebildet. Der Abstellbahnhof erhielt einen neuen Gleisanschluss. Das alte Bahnbetriebswerk Reissdorf wurde wie der Bauernhof demontiert und vorübergehend eingelagert.

Bei der Neuplanung will man mehr Breite für den Personendurchgang schaffen und einen besseren Zugriff zum Eckbereich haben. Im Fokus steht die Ausgestaltung der Bahnhöfe und des Bahnbetriebswerkes. Das Rangierspiel, das der EAKJ auf Ausstellungen präsentiert, wird von der Jugendgruppe ausgestattet und gewartet. Nette Details komplettieren die Modellbauarbeiten.

Mit dem „Stangentaxi“

Der neue Sonderfahrtenkoordinator Winfried Banse schlug als Fahrtenziel unter anderem eine Fahrt mit dem Solinger „Stangentaxi“ (Oberleitungsbus) von Wuppertal nach Solingen vor. Aus der Jugendabteilung kam ferner der Wunsch auf, noch einmal eine Fahrt mit der Grenzland-Draisine (Laufmaschine) in Kleve zu unternehmen.

Die Veranstaltung wurde genutzt, langjährige Mitglieder zu ehren. Für 20-jährige Vereinstreue wurden Michael Wagener und Manfred Michulitz geehrt, für zehnjährige Mitgliedschaft Jörg Krichel ausgezeichnet.

Nach der traditionellen Suppe endete die Jahreshauptversammlung im Lokal „Adria“ mit einem Vortrag über die „Rendsburger Hochbrücke“.

(ptj)