1. Lokales
  2. Jülich

Welldorf: Einladung zum Träumen: „Das Da Theater“ zeigt „Lippels Traum“

Welldorf : Einladung zum Träumen: „Das Da Theater“ zeigt „Lippels Traum“

Einen traumhaften Theatermorgen erlebten die Kinder am Welldorfer Grundschulstandort der Nordschule. Sie verdankten das dem „Das Da Theater“ aus Aachen, welches das Stück „Lippels Traum“ nach dem Buch von Paul Maar aufführte, sowie dem Förderverein des Grundschulstandortes, der die Aufführung finanzierte.

Das vierköpfige Ensemble erzeugte Theaterluft in der Turnhalle und schlüpfte gekonnt in diverse Rollen. Zunächst spielte die Handlung nur im Zimmer und in der Schule des Jungen Lippel, der eigentlich Philipp heißt, der aber nur von der strengen Frau Jakob und seiner Lehrerin so genannt wird. Doch immer häufiger wurden die Zuschauer in Lippels Buch bzw. seine Träume mitgenommen. Mit zum Teil nur wenigen Handgriffen veränderten die Schauspieler ihr Aussehen und nahmen so in kurzer Zeit eine neue Rolle an.

Maciej Bittner spielte den Jungen Lippel und gab dem König seine Stimme. Julia Alsheimer verkörperte gekonnt drei Rollen: Spielte Frau Jakob, die böse Tante im Orient sowie Lippels Lehrerin. Das Mädchen Hamida wurde ebenso wie Prinzessin Hamide und Frau Peschke, Lippels Nachbarin, von Angela Ahlheim dargestellt. Vierter Akteur war Ali Yildiz, der den Jungen Arslan und den Prinzen Asslam spielte. Da der Prinz sieben Tage schweigen musste, war diese Rolle nicht so textlastig, dafür setzte der Schauspieler aber gekonnt seine Mimik ein.

Mitreißend — wie vom „Das Da Theater“ gewohnt - waren die Lieder, die in die Handlung eingebaut waren. Das Bühnenbild verzauberte zusätzlich die kleinen Zuschauer, war es doch ein großes Buch, aus dem die Figuren heraussteigen durften und das sich immer wieder auf- und umblättern ließ, um Orts- und Zeitwechsel, vor allem aber auch den Wechsel zwischen Lippels Lebenswelt und der morgenländischen Traumwelt zu ermöglichen und zu verbildlichen.

Viel zu schnell ging die einstündige Spielzeit herum. Erst- wie Viertklässler waren gleichermaßen gefesselt von Geschichte, Bühnenbild und Musik, und manch einer hatte anschließend einen richtigen „Ohrwurm“. Dieser traumhafte Theatermorgen war einfach fantastisch.