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Gevelsdorf: Eine Zeitreise mit himmlischem Beistand

Gevelsdorf : Eine Zeitreise mit himmlischem Beistand

Unbeschreibliches Glück begleitete die Gevelsdorfer Dorfbevölkerung am Samstag bei ihrem historischen Festumzug anlässlich der 1111-Jahr-Feierlichkeiten.

Den ganzen Tag bis hin zur Aufstellung hatte es geregnet, geblitzt und gedonnert. Dann schien es so, als würden sich die Schleusen des Himmels schließen, damit der liebevoll vorbereitete Umzug auch stattfinden konnte.

Sogar die Sonne zeigte sich, als Robin Hood, Falkner mit dazu gehörigem Falken, Jäger, Römer, Hexen, Ritter, Kreuzritter, Burgfrauen, Herzöge, Pferdegespanne und vieles mehr durch die von zahlreichen Schaulustigen gesäumten Straßen Gevelsdorfs zogen.

Majestät Gustav I.

Mittelpunkt war natürlich die stattliche Königskutsche mit dem seit 1111 Jahren ersten König Gustav I. (Krämer) und seiner Königin Klara, gezogen von einem herrlichen Friesengespann.

Viele nette Details waren zu beobachten: Jagdhunde, die das Spiel des Jagdhornbläsercorps Jülich jaulend begleiteten, oder ein Jagdhund, der das Waldhorn seines Herrchen in den Spielpausen im Maul trug.

Gern gesehene Gäste waren neben dem Jülicher Jagdhornbläsercorps die St. Matthias-Schützenbruderschaft und die Falkner-Gilde aus dem Nachbarort Titz, Titzer Hexen, selbstverständlich auch der Titzer Bürgermeister Josef Nüßer, die Blaskapelle Brachelen, das Trommler und Pfeiferkorps Lindern, die St. Sebastianus-Schützen aus Rödingen, die St. Gereon-Schützen aus Spiel, Feuerwehr und Theaterverein aus Lövenich und Landwirte aus Ralshoven.

Gastgeber Gevelsdorf wartete mit Nachtwächtern, einer Kinderfahrradgruppe, einer historischen Gruppe, mit dem Pfarrgemeinderat als Kreuzritter-Bund, Feuerwehr und Landwirten in historischen Traktoren auf.

Nicht zu vergessen die neun Geschwister der Gevelsdorfer Familie Hogen in prächtigen Kostümen, die als letzte Gruppe trockenen Fußes den Pfarrsaal erreichten, wo der abendliche Tanzball nun ohne Blick auf das Wetter völlig entspannt stattfinden konnte.