Koslar: Eine Werkstatt für Kinder in Koslar

Koslar: Eine Werkstatt für Kinder in Koslar

Mit Werkzeug umgehen, das muss können, wer in der neu errichteten Kinderwerkstatt der Kindertagesstätte „Unterm Regenbogen“ im Jülicher Stadtteil Koslar werkeln möchte. Seit Februar ist die Kita stolze Eigentümerin eines hölzernen Blockhauses, unter dessen Dach die Werkstatt eingerichtet ist.

Am Freitag nun weihten Eltern, Kinder, Erzieherinnen und einige geladene Gäste die neue Errungenschaft offiziell ein. Bürgermeister Heinrich Stommel musste schmunzelnd zugeben, dass er das erste Mal in seiner Laufbahn ein solches Haus seiner Bestimmung übergeben durfte. Während im Hintergrund mehr oder minder aufgeregte Kinder zappelten, kicherten und redeten, bedankten sich der Bürgermeister, Kita-Leiterin Nicole Körfer-Mommertz und Margot Bädorf bei den vielen fleißigen Helfern und Sponsoren, die den Bau erst möglich gemacht hatten.

In enger Zusammenarbeit, so erklärten Fördervereinsvorsitzende Bädorf und Körfer-Mommertz, sei das Projekt verwirklicht worden. Anerkennend stellte Stommel fest, dass in der Koslarer Einrichtung gute Ideen bereits eine lange Tradition hätten. „Ich habe versucht, die Arbeitsstunden einmal hoch zu rechnen, die in die Werkstatt geflossen sind“, erklärte die Kita-Leiterin. Bei 500 Stunden habe sie den Versuch aufgegeben, gestand Körfer-Mommertz.

Dem Engagement der vielen engagierten Helfer ist es schließlich zu verdanken, dass die 70 Kinder der Einrichtung sich nun im Umgang mit Hammer, Säge und Bohrer üben dürfen. Wie souverän sie das bereits beherrschen, bewies Laura, die gemeinsam mit ihrer Erzieherin eine letzte Schraube im bunten Schild über der Tür versenkte. Wer in der Kinderwerkstatt arbeiten möchte, muss zunächst übrigens eine Hürde überwinden: Mit dem „Werkstatt-Führerschein“ überprüfen die Pädagoginnen, ob ihre Schützlinge ausreichend sicher und geschickt mit dem Werkzeug umgehen können.

(brit)
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