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Barmen: Eine Brücke zur Wissenschaft

Barmen : Eine Brücke zur Wissenschaft

Die Welt der Nanotechnologie ist keineswegs neu, sagt Professor Christoph Buchal. Das Atom sei ja schon lange als kleinster Baustein bekannt.

Nur hätten bisher die technischen Möglichkeiten gefehlt, diese Welt der allerkleinsten Dinge zu erreichen, erläutert Buchal. Beim Wissenschaftsforum des Gymnasiums Haus Overbach am kommenden Dienstag, 23. November von 19 bis 21 Uhr wird Professor Buchal in der Aula das Einführungsreferat halten und Beispiele aus seiner Arbeit, der Nanoelektronik, vorstellen.

Der 58-Jährige arbeitet im Institut für Schichten und Grenzflächen des Jülicher Forschungszentrums. Dort sind nanoelektronische Systeme, zum Beispiel Halbleiterbauelemente, längst Alltag. Es gebe im Zusammenhang mit der Nanotechnologie viele Visionen, die eher dem Bereich Mythologie zuzuschreiben seien.

Eines ist nach Ansicht des Jülicher Wissenschaftlers aber sicher: Die Nanotechnologie, in der das Motto „immer kleiner, immer schneller” lautet, ist eine sparsame Technologie mit geringem Materialverbrauch.

„Sie bietet die Möglichkeit, vielen Menschen technische Intelligenz - wie etwa Computer - zugänglich zu machen. Computer sind doch längst Allgemeingut geworden, und das ist eine Konsequenz der Nanotechnologie.”

Mit dem Wissenschaftsforum zur Nanotechnologie will das Gymnasium Haus Overbach eine Brücke schlagen zwischen Schule und Wissenschaft. Den Schülern solle ein Zugang zu dieser modernen Technologie ermöglicht werden, sagt Veranstalter Lothar Hesse. Denn in den Schulbüchern finde das Thema zurzeit noch nicht statt.

Dass die Schüler bereits „drin” sind im Thema, zeigt ein besonderes Experiment: Nach einer Bauanleitung der WDR-Wissenschaftssendung „Quark&Co” hat eine Schülergruppe ein Rastertunnelmikroskop gebaut. Mit einfachsten Mitteln, aber durchaus funktionstüchtig, so dass die erstaunliche Welt der Atome sichtbar gemacht werden kann.