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Für alle Passanten sichtbar: Eine besondere Kunstinstallation in der Zitadelle

Für alle Passanten sichtbar : Eine besondere Kunstinstallation in der Zitadelle

Zum 75. Jahrestag des Kriegsendes stellt das Museum Zitadelle im Innenhof „Die Büchse der Pandora – Saat und Ernte“ aus. Die Kunstinstallation von Hermann Scharpf verdeutlicht die Grausamkeit des Krieges.

Am 8. Mai 1945 endete der von Nazi-Deutschland begonnene Zweite Weltkrieg, der mehr als 60 Millionen Menschen das Leben kostete. Seine Folgen begleiten uns bis heute. Mit Bombenfunden bei Neubauten, in der politischen Diskussion und in der Psyche vieler Kriegskinder und -enkel.

Das Museum Zitadelle in Jülich macht mit einem besonderen Kunstwerk auf diesen einschneidenden Zeitpunkt in unserer Geschichte aufmerksam. Um der Grausamkeit des Krieges Ausdruck zu verleihen, wird derzeit im Infopavillon im Innenhof der Zitadelle in Jülich eine Kunstinstallation von Hermann Scharpf ausgestellt – während der von coronabedingten Schließung des Museums für alle Passanten öffentlich sichtbar.

Mit dem Titel „Die Büchse der Pandora – Saat und Ernte“ stellt die Intervention von Scharpf die Saat, in Form von Gewalt und Waffen, und den Tod als Ernte des Krieges dar. Der Allgäuer Künstler abstrahiert in seinem Werk die schreckliche Wirklichkeit auf eine überzeitliche Ebene. Wie dies geschieht, wird beim Betrachten der Plastiken sowie in den Hörbeiträgen des Audioguides ersichtlich.

Eine Stellungnahme des Künstlers und Beiträge von Museumsmitarbeitern ergeben ein vielschichtiges Bild zum „Tag der Befreiung“, wie ihn Bundespräsident Richard von Weizäcker 1985 zum ersten Mal nannte.

Über die App von izi.TRAVEL ist eine ausführliche Erklärung zu dieser ungewöhnlichen Kunstintervention für das Smartphone abrufbar. Die Beiträge können auch zu Hause am PC gehört werden (izi.travel/de). Eine Postkarte mit Informationen zum Projekt liegt in der Zitadelle und am Museumsbüro Kulturhaus zum Mitnehmen aus.