Jülich: Ein Trio sorgt im Kuba für magische Momente

Jülich: Ein Trio sorgt im Kuba für magische Momente

Ali Claudi ist ein gern gesehener Gast beim Jülicher Jazzclub, der seit vielen Jahren immer wieder die Jazzfreunde in der Herzogstadt begeistert. Diesmal war er mit kleiner Besetzung, Hans-Günther Adam Piano, Baß und Christian Schröder, Schlagzeug angereist, um im Jülicher KuBa die „Kunst des Swing” zu präsentieren.

Die beherrscht der 68-jährige Gitarrist, der zu den renommiertesten deutschen Jazz- und Bluesmusikern zählt, aus dem Effeff. Seit fünf Jahrzehnten überzeugt er mit seiner eleganten klaren und lässigen Spielweise.

Alter? Spielt überhaupt keine Rolle!

Der Düsseldorfer ist der lebender Beweis dafür, dass das Alter überhaupt keine Rolle spielt um unglaublich cool und relaxt daher zu kommen. Nicht zuletzt überzeugt die exzellente musikalische Qualität, die das Trio an den Tag legt. Sie schwören jene magischen Momente herauf, die das Salz in der Suppe des Live-Jazz sind.

Auch Hans-Günther Adam ist in Jülich kein Unbekannter. Er glänzte als Pianist mit genialer Technik und enormen Groove. Sein Markenzeichen ist sein außergewöhnliches Basspedalspiel. Solopianist und Bassist zugleich verleiht er der Musik einen frischen rhythmischen Touch.

Nahtlos fügt sich der vielseitige und wunderbar musikalische Schlagzeuger Christian Schröder in das niveauvolle Klangefüge des Trios ein. Es erzeugt einen derart komplexen Sound, dass man mehr als nur drei Musiker auf der Bühne vermutet.

„Wir sind das kleinste Quintett westlich des Urals. Hans-Günther spielt Klavier und Pedalbass, Christian Schlagzeug und ich singe und spiele Gitarre”, meinte Ali Claudi schmunzelnd über sein Quintett mit drei Personen.

Ausgefeilte Mischung

Eine ausgefeilte Mischung aus Swing, Blues, Rock„n Roll und Funk präsentierte die drei Profimusiker, die den Bogen ihrer Evergreens von Gershwin bis Ray Charles spannten.

Die Drei verstehen sich ausgezeichnet auf der Bühne, ein Blick genügt und jeder weiß, was er zu tun hat, wenn sie sich so ganz nebenbei die musikalischen Spielbälle zuwerfen. Das Geheimnis, warum die Band auch noch nach Jahrzehnten so gut funktioniert, lüftete der Meister am Rande des Konzertes: „Wir erfinden jeden Abend neue Sachen auf der Bühne und haben einen unheimlichen Spaß miteinander zu spielen. Es eine glückliche Kombination.”

Das Publikum in Jülich hatte ebenfalls seinen Spaß an diesem spannenden und kurzweiligen Konzert.

Mehr von Aachener Zeitung