Jülich: Ein Schlagerspiel zum Auftakt

Jülich: Ein Schlagerspiel zum Auftakt

Spannungsgeladener hätte der Saisonauftakt für den SC Jülich 1910/97 nicht sein können. Denn mit dem Anpfiff um 18 Uhr im Karl-Knipprath-Stadion sieht man sich heute dem FC 06 Rurdorf gegenüber.

Ein echter Lokalkampf, der noch unter dem Gesichtspunkt, dass vor drei Jahren einige jetzige „Zehner“ in Rurdorf aktiv waren, besondere Brisanz erhält.

„Wir freuen uns auf dieses Spiel, die Rahmenbedingungen sind gut“, betont Jülichs Trainer Michael Hermanns, der selbst zu denjenigen gehörte, die für den heutigen Gegner die Fußballstiefel schnürten. Selbst wird er heute allerdings nicht auf dem Platz stehen, denn Hermanns hat alle Akteure an Bord. Dass man vor wenigen Tagen den FCR mit 3:0 im Turnierendspiel in Lich-Steinstraß besiegte, wird heute absolut keine Rolle mehr spielen. „Dieser Sieg war schön und verdient, aber es wird heute ein anderes Spiel werden.“ Schon deshalb, weil die „Zehner“ eine andere Aufstellung präsentieren werden. Die wird, so hofft es jedenfalls ihr Trainer, das umsetzen, was man sich in einer fünfwöchigen Vorbereitung erarbeitet hat. Hermanns wörtlich: „Offensiv agieren, das Passspiel forcieren und den Gegner permanent unter Druck setzen.“

Das Spiel machen

Und der Jülicher Coach hebt noch eines hervor. „In der ersten A-Ligasaison haben wir uns oft am Gegner orientiert. Das wird nicht mehr passieren Wir werden unser Spiel machen, das dann auch dem Gegner aufzwingen.“ Dass ein Heimsieg geplant ist, ist Fakt. „Aber ich warne vor Rurdorf“, erinnert der SCJ-Coach an die letzte Saison. Als Tabellenführer kassierten die „Zehner“ gegen den FC ein 0:2.

Gelassen geht man es beim Gegner an. „Jülich ist Favorit, die stehen unter Druck. Wenn wir mit einem Punkt das Derby beenden, dann bin ich mehr als zufrieden.“ Dominik Kremer als Coach der Gäste hat direkt zum Saisonauftakt einige verletzte Akteure. So stellt sich nach seinen Worten die „Mannschaft von alleine auf“. Aber die wird, davon ist er überzeugt, dem Gegner alles abverlangen.

Eines erhofft sich Kremer: Dass die Chancen zum Torabschluss auch genutzt werden. „Im Finalspiel in Lich-Steinstraß haben wir ja diesbezüglich in der ersten Hälfte nicht geglänzt.“ Doch ansonsten war er mit den ersten 45 Minuten zufrieden. „Wenn wir an die anknüpfen können, haben wir auch beim großen Favoriten in Jülich eine Chance.“

(hfs.)