Richtfest an der Schweizer Straße: Ein neues Quartier für 16 Millionen Euro

Richtfest an der Schweizer Straße : Ein neues Quartier für 16 Millionen Euro

Bezahlbare Altenwohnungen, Mehrkindwohnungen, Gruppenwohnungen und eine Tagespflegestation: Bei dem Großprojekt an der Schweizer Straße in Jülich sollen die ersten Sozialwohnungen ab Februar 2020 bezugfertig sein.

Beim 16 Millionen Euro teuren Großprojekt an der Schweizer Straße in Jülich sollen die ersten Sozialwohnungen ab Februar bezugsfertig sein. 48 weitere Wohnungen und zwei Gruppenwohnungen werden folgen.

Es ist ein Großprojekt in der Schweizer Straße, das sich der Vollendung nähert. Dass Kommunen sich heutzutage im sozialen Wohnungsbau engagieren, ist eher die Ausnahme. In Jülich ist das anders. Mit Karl Heinz Emrich hat sich ein Investor gefunden, der gemeinsam mit der Stadt und hohen Fördergeldern des Landes bezahlbare Altenwohnungen, Mehrkindwohnungen, Gruppenwohnungen und eine Tagespflegestation baut, in einem Viertel, das jahrelang eher als problematisch galt.

Rund 16 Millionen Euro kostet das Gesamtprojekt, 9,6 Millionen Euro davon kommen vom Land. „Wir haben den höchst möglichen Fördersatz erhalten“, freute sich denn auch beim symbolischen Richtfest am Montag Bürgermeister Axel Fuchs, der bei der Vorstellung des Projektes gemeinsam mit Dezernentin Doris Vogel im zuständigen Landesministerium dafür geworben hatte.

„Nicht selbstverständlich“

„Dieser Einsatz ist nicht selbstverständlich. Überall wird zwar von sozialem Wohnungsbau gesprochen, aber viel zu selten wird er auch realisiert“, betonte Karl Heinz Emrich, dessen Anspruch es ist, hochwertige Wohnungen zu schaffen. „Unser Projekt wird dieses Viertel eindeutig beleben und kann auch zum Zusammenhalt verschiedener Gruppen unserer Gesellschaft beitragen.“ Dafür nimmt Emrich auch geringere Renditen in Kauf. Aber nur kurzfristig, denn auch für ihn als Investor rechnet sich das Projekt natürlich: „Man muss nur einfach einen längeren Atem haben.“

Bei einer Kaltmiete von 5,25 Euro je Quadratmeter sind die Mieten erschwinglich, zumal auch bei der energieeffizienten Bauweise die Nebenkosten geringer ausfallen werden, wie Sozialdezernentin Doris Vogel betont. So kostet eine Einzimmerwohnung 236 Euro im Monat und ist damit beispielsweise für alleinstehende Rentner gut geeignet, grundsätzlich aber für alle Menschen mit geringem bis mittlerem EInkommen, die Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein haben. Alle Wohnungen sind zudem barriefrei.

(bugi)
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