Jülich: Ein Fuchs, der führen will

Jülich: Ein Fuchs, der führen will

Elmar Fuchs weiß, dass seine Kandidatur um den Vorsitz des CDU-Stadtverbandes Jülich auf Ressentiments gestoßen ist. Der 47-jährige bundesweit tätige Rechtsanwalt und Unternehmer ist zwar in der Herzogstadt geboren und verfügt mithin über „Stallgeruch”, kehrte aber nach zwei Jahrzehnten Rur-Abstinenz vor drei Jahren aus Berlin zurück.

Dass er ein geschickter und versierter Redner ist, erfuhren die 107 Christdemokraten am Dienstagabend im Kirchberger Lindenhof. Und er muss die Mehrheit überzeugt haben. Sie wählte Fuchs zum neuen Chef der Jülicher Union. Er setzte sich mit 60:46 Stimmen deutlich gegen seinen Mitbewerber Heinz-Peter Braumüller durch.

Die größte Sorge der „stärksten politischen Kraft im Nordkreis” galt wohl der Verfügbarkeit des neues Parteikopfs. Das hatte Fuchs vernommen: „Wir brauchen in der CDU Vertreter, die in der Lage sind, Beruf und Ehrenamt zu vereinbaren. Ich habe das genau geprüft. Ich kann mir meine Zeit selbst einteilen und bin höchstens ein oder zwei Tage nicht greifbar.”

Dass er durchaus gestalten will und gern um der Sache willen streitet - nach eigenen Angaben leidenschaftlich gern mit seinem Freund aus Kindertagen, Peter Capellmann -, dürfte zwei Folgen haben: Fuchs postulierte den Führungsanspruch der Stadtpartei, „deren wichtiger Teil” die Ratsfraktion sei.

Fraktionschef Capellmann darf also nicht nur einen Freund, sondern auch einen machtbewussten Mitstreiter an der Seite erwarten. Fuchs´ Beispiel: „Wir müssen klare Positionen beziehen: Wollen wir das Schwimmleistungszentrum - oder wollen wir es nicht!”

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