Barmen: Ein Fest des Lernens im Science College

Barmen: Ein Fest des Lernens im Science College

Ein Zug, der wie durch Magie über den Schienen schwebt und dennoch seine Kreise dreht, blubbernde und dampfende grüne oder blaue Flüssigkeiten, denen man ohne weiteres magische Kräfte zutraut: Naturwissenschaften sind eben doch Zauberei.

Das jedenfalls präsentierten die vielen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler den Besuchern des euregionalen Lernfests im Science College Overbach (SCO).

Am Sonntagvormittag um 11 Uhr öffnete der wissenschaftliche Parcours seine Tore. Im Innenhof ging es los: Das exploregio Mobil nahm die vielen großen und vor allem kleinen Gäste in Empfang und verteilte bei Bedarf und Lust Fragebogen zu einer Rallye durch das SCO. Da galt es, knifflige Fragen zu beantworten. Denn wer weiß auf Anhieb, wie viele Beine der Tausendfüßler nun wirklich hat und in welcher europäischen Stadt das Continium liegt? Doch nach einem ausgedehnten Besuch im Forum, den Hörsälen und Labors dürften sich Antworten auf jede Frage haben finden lassen.

Veranstalter des alljährlichen euregionalen Lernfests ist der Verein exploregio.net, ein Zusammenschluss unterschiedlicher Einrichtungen, deren erklärtes gemeinsames Ziel es ist, Kindern und Jugendlichen auf unterhaltsame Art und Weise Wissen zu vermitteln. Mitglieder des Vereins sind unter anderem die Sternwarte der VHS Aachen, das Solar-Institut der FH Aachen, aber auch das LVR-Freilichtmuseum Kommern oder der Jülicher Brückenkopf-Park und natürlich das SCO. Anlässlich des fünften Geburtstags des Science Colleges war die Entscheidung für Barmen als diesjährigen Veranstaltungsort quasi selbstverständlich.

Das vielfältige Angebot stieß auf Begeisterung. An den Ständen im Forum des SCO herrschte teilweise solches Gedränge, dass es kaum möglich war, einen Blick auf die Exponate und Aktionen zu werfen. Da jedoch auch einen Stand weiter ein spannendes Angebot wartete, war das kein Problem. Mit Hingabe polierten und schliffen Kinder unscheinbar aussehende Steine bis schließlich darin verborgene Fossilien glänzend und deutlich zu sehen waren.

Bei den kleineren Besuchern besonders beliebt war die Möglichkeit, aus buntem Papier und ein paar anderen „Zutaten“ ein „Se(e)hrohr“ zu bauen. Neben den vielen reizvollen Offerten zum Selbstmachen gab es auch die Kategorie „zuhören, zugucken, aufpassen“: Was in der Schule oft langweilig ist, fiel hier nicht schwer: zum Beispiel als „Ellen Einstein“ auf unnachahmlich humorvolle Art die Wirkweise von Trockeneis erklärte und „ganz ohne Zauberstab und schwierige Worte“ simples Wasser in geheimnisvolle Zaubertränke verwandelte.

(brit)
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