Jülich: Ein Deutschkurs für den Künstler

Jülich: Ein Deutschkurs für den Künstler

Als Antonio Nu-ez die Tür zu der vier Meter hohen Werkstatt im Berufskolleg Jülich abschließt, sehen Pia Coenen und Luisa Dederichs ein letztes Mal zu, wie der kubanische Künstler den Schlüssel im Schloss umdreht. „Antonio ist ein cooler Typ”, finden sie.

Ein Dreivierteljahr haben sie in einer Gruppe von Schülerinnen und Schüler jeden Dienstag hier unter seiner Anleitung an Großformaten gearbeitet. Rund 85 Stunden Arbeit stecken in den bunten Kunstwerken, schätzt Nu-ez. Die vier größten Bilder messen 4 x 1,60 Meter und hängen nun im Foyer des Kollegs. Damit hat Antonio Nu-ez seinen Auftrag in der Herzogstadt erfüllt.

Mit dem Projekt, das unter dem Namen „Erinnerungen an die Zukunft” läuft, hat das Berufskolleg Jülich zum zweiten Mal am Landesprogramm „Kultur und Schule” teilgenommen. Schulleiterin Heike Schwarzbauer lobt das Programm als „ausgezeichnet” und begründet: „Es ist etwas anderes, wenn Schüler mit Schauspielern, Musikern oder Künstlern zusammenarbeiten als mit einem Kunstpädagogen.”

Und darum wünscht sie sich eine Fortsetzung des Programms auch unter der neuen NRW-Regierung. „Da gibt es noch viele Wände an unserer Schule, wo man sich austoben kann.” Allerdings erst im übernächsten Schuljahr.

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