Jülich: Ederen steht ein wichtiges „Endspiel“ bevor

Jülich : Ederen steht ein wichtiges „Endspiel“ bevor

Wenn am Sonntag der SC Ederen als Schlusslicht der Kreisliga A seinen Auftritt beim TuS in Schmidt vergeigt und nicht punkten sollte, dann ist die Chance mehr als gering, noch die Liga halten zu können.

„Wenn wir nicht punkten — mit einem Zähler könnte ich ganz gut leben —, dann sinkt unsere Chance, dem Abstieg zu entgehen, unter 20 Prozent“, sagt Ederens Trainer Georg Rotkranz. Das hat er auch bei der Mannschaftssitzung so betont. „Es ist ein richtungsweisendes Spiel. Wir sind dazu verdammt, etwas Zählbares mitzunehmen. Gelingt das nicht, wird der Abstand zu groß, das rettende Ufer bei vier Absteigern noch zu erreichen, zu groß.“

Dass ausgerechnet beim „Spiel der Spiele“ Goalgetter Jens Engert gesperrt ist — zu Grunde lag eine krasse Fehlentscheidung, denn Engert hatte das vom Linienrichter angezeigte Foulspiel gegen Barmen nicht begangen, sondern ein Mitspieler — trifft den Gast besonders. „Hinzu kommt noch, dass Markus Sodekamp ausfallen wird. Er hat zwar trainiert, aber es klappt nicht“, bedauert Rothkranz. Der Trainer tritt sowieso mit einem äußerst kleinen Kader die Reise in die Eifel an. Dass die Spieler, die auflaufen werden und können, aber alles geben werden, davon ist der SC-Coach überzeugt.

„Die Moral stimmt, die Jungs geben alles. Was uns so in die Bredouille gebracht hat, ist die Tatsache, dass wir in einem kleinen Kader so viele Verletzte hatten. Das hat uns schon in der Hinrunde mindestens sechs Punkte gekostet“, hat Rothkranz hochgerechnet. Er wird im Übrigen auch im Falle des Abstiegs Trainer in Ederen bleiben wird. Aber nicht nur das. „Alle Jungs haben, bis auf Mohammed Türkmen, der sich noch nicht geäußert hat, ihre Zusage gegeben, auch in der nächsten Saison für uns zu spielen.“ Für den Ederner Coach gute Voraussetzungen für ein weiteres aktives Vereinsleben.

Für Georg Bauer, Trainer des gastgebenden TuS Schmidt, wird es ein Spiel werden, „in dem derjenige, der die besten Nerven hat, auch punkten wird“. Auch ihn plagen Verletzungssorgen. „Wie vor jedem Spiel in den letzten Wochen. Ich werde wieder mitspielen müssen“, meint Bauer, der die Zielsetzung allerdings offen lässt, aber eines betont. „Wir müssen kämpfen und fighten, Ederen steht mit dem Rücken zur Wand, die werden alles geben. Aber mit einem Punkt könnte ich, je nach Spielverlauf, leben.“

(hfs.)
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