Titz: Düppelsmühle braucht neue Balken: Wiederaufbau verzögert sich

Titz: Düppelsmühle braucht neue Balken: Wiederaufbau verzögert sich

Auf dem runden Backsteinsockel mit dem Hausbaum der ehemaligen Bockwindmühle auf der Anhöhe „Düppel“ prangt das Schild der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Rechts im Hintergrund steht der verbretterte Mühlenkasten, links ist das neue Dach platziert, gefertigt von der niederländischen Firma „Vaags molenwerk“ in Aalten.

„An die Flügel denken wir noch gar nicht“, sagt Mühleneigentümer Peter Wirtz. Beim Abtragen der Verkleidung des Mühlenkastens hatte man die Notwendigkeit erkannt, zwei tragende Balken zu erneuern — verbunden mit der nachträglichen Beantragung der Gelder bei der Denkmalstiftung. Nicht zuletzt hat die Firma Vaags zur Zeit Betriebsferien. Also verschiebt sich die Wiederherstellung der Düppelsmühle weit über den anvisierten Monat September nach hinten.

Die gute Nachricht: Beim „Gusskopf“, der mit seinen Flügeln in der Holzwelle steckt, handelt es sich um das baugleiche Exemplar wie bei der in Restauration befindlichen Mühle in Grottenherten und kann übernommen werden. Die dadurch gesparten Kosten fließen in die Erneuerung der tragenden Balken.

Die Bockwindmühle, im 16. Jahrhundert in Efferen (Köln/Hürth) erbaut, gelangte 1830 auf die Anhöhe „Düppel“ in Titz. Obwohl sie 1952 stillgelegt wurde, durfte das Wahrzeichen bis zu seiner Zerstörung im Pfingststurm 2014 auf keiner Titzer Postkarte fehlen.Weil die Düppelsmühle „technikgeschichtlich und landschaftsprägend“ eine besondere Bedeutung hat, zählt sie zu den über 380 Förderprojekten der privaten Denkmalstiftung in NRW.

(ptj)
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