Jülich: Dreieinhalb Zentner Zeltinger begeistern im Kulturbahnhof

Jülich: Dreieinhalb Zentner Zeltinger begeistern im Kulturbahnhof

Als „Asi mit Niwoh” ist er in die musikalischen Geschichtsbücher eingegangen und das nicht nur in Köln. Seit 30 Jahren macht Jürgen Zeltinger mit seiner Band deutsche Bühnen unsicher und begeistert seine Fans mit schonungslosem Kölsch-Rock, der kein Blatt vor den Mund nimmt.

Zum ersten Mal rockte er den Kulturbahnhof und bewies, dass die dreieinhalb Zentner Zeltinger nicht so leicht klein zu kriegen sind.

Ordentlich Party gemacht

Vor zwei Tagen erst war der Vollblut-Musiker aus dem Krankenhaus entlassen worden. Auch wenn man ihm die Schwäche ein klein wenig anmerkte, ließ er keine Gelegenheit aus, um mit dem bis auf den letzten Platz gefüllten Konzertsaal im KuBa ordentlich Party zu machen.

Seine Fans zeigten sich sowohl bei alten als auch bei neuen Stücken textsicher und ließen sich anstecken von den donnernden Drums und den eingängigen Gitarrenriffs. Stücke wie „Sozialamt”, „Tuntensong” oder „Bekloppt” versetzten das Publikum zurück in die Anfangszeit des Kölner Musikkolosses. Natürlich durfte als Zugabe der Kult-Hit „Müngersdorfer Stadion” nicht fehlen.

Während seine Bandkollegen Volker Voigt (Gitarre), Stephan Neumeier (Gitarre), Robbie Vondenhoff (Schlagzeug) und T.S. Crusoe (Bass) an ihren Instrumenten alles gaben, hielt Zeltinger Kontakt zum Publikum - auch wenn er ab und zu auf seinem Barhocker Platz nehmen musste.

Das außergewöhnliche Event, das auch Rocker der älteren Generationen ins KuBa lockte, wurde organisiert von der KG Ulk. Über das karnevalistische Programm hinaus wollte die Gesellschaft den Jülicher Bürgern etwas Besonders bieten. Senator Cornel Cremer stand als KuBa-Geschäftsführer dabei gern helfend zu Seite.

Bevor die Zeltingerband in die Vollen ging, hatten sowohl Lokalpatrioten als auch Zugereiste Spaß mit der Stimmungskapelle „Les 6 Kölsch 1 Cola”, Sitzungskapelle der CCKG Jülich. Die beiden Charmeure Axel Fuchs und Uwe Mock flirteten mit dem Publikum und ließen das Stimmungsbarometer steigen. In schicker Urlaubsbekleidung stimmten sie altbekannte Hymnen an, die hauptsächlich von den „zwei schönsten Dingen des Lebens” handelten: Alkohol und Liebe. Unterstützung erhielt die Band von Bernd Flücken, alias Plaumen-Flücken, der in gewohnter Manier sein Lieblingsgetränk besang, den Pflaumenschnaps.

Ebenfalls im Vorprogramm begrüßte die KG Ulk die Formation „Hölle un Ääd” aus Köln. Sie schlugen die eher härteren Töne an und ebneten so den Weg für einen langen und lauten Abend. Die vier Jungs Achim, Glen, Caddy und Chris demonstrierten, wie Rock´n´Roll auf Kölsch funktioniert, bevor der Star des Abends die Bühne betrat. Die Zeltingerband bescherte ihren Fans einen unvergesslichen Abend, so dass diese nur noch hoffen konnten: „Junge, kommt bald wieder”.