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Linnich: Drei von fünf Linnicher Glocken schweigen aus Sicherheitsgründen

Linnich : Drei von fünf Linnicher Glocken schweigen aus Sicherheitsgründen

Auch die katholische Kirchengemeinde St. Martinus will ihren Beitrag zur dritten Linnicher Kulturwoche leisten. Da trifft es sich, dass ausgerechnet in diese Woche ein besonderer Jahrestag für die Gemeinde fällt.

Am 28. September 1958 weihte Oberpfarrer Alexander Krückel mit Katharina, Anna Selbdritt und Martinus gleich drei der insgesamt fünf Linnicher Glocken in der Pfarrkirche.

Die Glocke Anna Maria war schon vorhanden. Sie stammt aus dem Jahre 1736. Noch älter ist Maria, die 1646 geweiht wurde. Das Goldene Glockenjubiläum will man an diesem Tag in St. Martinus besonders feiern. Das Fest beginnt um 10.30 Uhr mit einem Hochamt, das von Pfarrer Stefan Bäuerle zelebriert und vom Kirchenchor St. Martinus musikalisch gestaltet wird. Anschließend trifft man sich in gemütlicher Runde im Martinuszentrum bei Kaffee, Kuchen und Eintopf.

Dort finden auch Informationsveranstaltungen statt, da ein großes Problem die Pfarrgemeinde „drückt”. Das Gemäuer des Glockenturms, der Glockenstuhl und die Läutemaschinen müssen dringend überholt werden.

Außerdem muss die älteste Glocke Maria aus dem Turm geholt und in einem Schweißwerk überarbeitet werden. Eine sechsstellige Summe, die zur Hälfte von der Pfarre aufgebracht werden muss, ist dafür veranschlagt.

Doch St. Martinus will auch diesen Gewaltakt stemmen. Zurzeit wird in Linnich nämlich sehr sparsam geläutet. Lediglich Anna Maria ruft die Gläubigen zum Gottesdienst und an besonderen Feiertagen auch Martinus. Alle anderen Glocken müssen aus Sicherheitsgründen schweigen. Da fühlt sich die Pfarrgemeinde in die Pflicht genommen und will mit dem Glockenjubiläum einen Neuanfang starten und den finanziellen Grundstock legen.