Drei neue Bühnen und Frisbee-Golf im Jülicher Brückenkopf-Park geplant

Neuheiten im neuen Jahr : Neue Bühnen und Frisbee-Golf im Brückenkopf-Park

Betriebswirtschaftlich hat der Brückenkopf-Park ein ziemlich gutes Geschäftsjahr hingelegt. So viel verriet Bürgermeister Axel Fuchs bei einer Ausschusssitzung im Jülicher Rathaus am Donnerstag. Und in 2019 gibt es große Pläne. Im ersten Halbjahr sollen eine große Frisbee-Golf-Anlage, ein neues zentrales Veranstaltungszelt und zwei weitere Bühnen errichtet werden.

Eigentlich sollte der Ausschuss für Kultur, Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing unter Vorsitz von Peter Capellmann zwei spannende Themen beraten: nämlich wo und wie die Stadt massiv an Einwohnern zulegen kann. Doch Hauptreferent Jens Bröker (Indeland Entwicklungsgesellschaft) war erkrankt. Und zweitens sollte das Gremium einen Fingerzeig geben, wie es sich einen Ersatz für die Hauptbühne mit Zeltkuppel vorstellt. Diese Beratung war aber nicht möglich, weil die Verwaltung noch auf wichtige Informationen zu den verschiedenen Möglichkeiten wartet. „Wir möchten Sie lieber vollumfänglich informieren“, antwortete Bürgermeister Axel Fuchs auf Nachfrage von Harald Garding (SPD).

Der Verwaltungschef, der ja auch Interimsgeschäftsführer der Brückenkopf-Park GmbH ist, nutzte aber die Gelegenheit, den Ausschuss mit den Plänen der Betreibergesellschaft vertraut zu machen, die aufhorchen ließen. „Wir haben den Verlustvortrag reduziert“, sagte er im Ausschuss – und liege bei allen relevanten Kennziffern zum Teil deutlich besser als 2017. Die Geschäftsführung hat laut Axel Fuchs einen Wirtschaftsplan erstellt, der einige große Investitionen vorsieht. Da wäre ein großes geschlossenes Zelt mit großer Bühne und mindestens 600 Sitzplätzen zu nennen. Daneben soll im Bereich der Nordbastion/Rosengarten eine Doppelbühne für Veranstaltungen kleinerer Art und Theater gebaut werden. Der Park-Geschäftsführer kündigte an, dass „vielleicht ab Ostern“ mit einer Frisbee-Golf-Anlage (auch Disc-Golf genannt) eine Trendsportart in die Jülicher Freizeiteinrichtung Einzug halten soll.

Auf Nachfrage unserer Zeitung sagte Axel Fuchs, dass diese Einrichtung im Anschluss an die heutigen Themengärten (rechts des Hauptweges) als 9-Korb-Anlage geplant sei. Sportliches Ziel ist es, den Kurs mit möglichst wenigen Würfen zu absolvieren. Die Sportler näheren sich mit ihren Würfen pro Bahn einem Fangkorb, in dem sie letztlich die Frisbee-Scheibe versenken müssen.

All diese Projekte wurden mit den maximal möglichen Kosten in den Wirtschaftsplan gepackt und stehen unter einem Vorbehalt. Sie müssen vom Aufsichtsrat und danach vom Stadtrat gebilligt werden. Die Finanzierung ist über ein Gesellschafterdarlehen vorgesehen. Es bleibt also abzuwarten, was die Kommunalpolitiker davon halten.

Fakt ist jedoch, dass am 8. Dezember auf der Hauptbühne im Stadtgarten der „Schlussakkord“ ertönt: mit einem finalen Konzert der „Backes Band“ aus dem Jülich-Titzer Land. Die Konstruktion, die eigentlich nur für das Landesgartenschau-Jahr 1998 vorgesehen war, darf dann laut Gutachten nicht mehr genutzt werden. „Das ist eindeutig, daran müssen wir uns halten“, sagte der Bürgermeister dazu. Wenn die Ersatzvorschläge der Geschäftsführung als Lösung nicht in Betracht kommen, dann „werden wir mit mobilen Bühnen arbeiten müssen“, erklärte Axel Fuchs im Ausschuss. Denn für 2019 gibt es schon Verträge mit Künstlern, die im Brückenkopf-Park auftreten werden.

Der Ausschuss kam überein, über diese dringliche Frage in einer Sondersitzung noch in diesem Jahr zu beraten – dann soll auch der mit Spannung erwartete Vortrag über das Jülicher Einwohnerwachstum nachgeholt werden.

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