Jülich: Dr. Klaus Hindrichs: Der neue Chef-Chirurg ist ein Hoffnungsträger

Jülich: Dr. Klaus Hindrichs: Der neue Chef-Chirurg ist ein Hoffnungsträger

„Auf gehts”, forderte Dr. Klaus Hindrichs, neuer Chefarzt der Klinik für Chirurgie im St. Elisabeth Krankenhaus Jülich, seine Gäste auf. Sie sollen mit ihm gemeinsam anpacken - zum Wohle des Hauses, der Stadt und vor allem seiner Patienten. Seit dem 1. April ist der Chirurg in Jülich tätig, der sich nun in der Blumenhalle des Parks der Öffentlichkeit vorstellte.

Länger war die Position, die von Oberarzt Alexander Eisenkrein kommissarisch geführt wurde, vakant. Die Neubesetzung macht unter anderem deutlich, dass das St. Elisabeth Krankenhaus nach der Übernahme durch die Caritas Trägergesellschaft West (ctw) wieder in ruhiges Fahrwasser gelangt.

Das betonte auch Gábor Szük, Geschäftsführer der ctw. Mitarbeiter, Kollegen, Vertreter der Stadt und der Krankenkassen waren gekommen, um Hindrichs willkommen zu heißen. Dabei war auch die Familie des neuen Chefarztes, denn sie gibt ihm die Ruhe und die Kraft für seinen Arbeit, betonte Hindrichs.

Früh habe er als ältester Sohn in seiner Familie Verantwortung für seine kranke Schwester übernehmen müssen. Das habe in ihn den Wunsch geweckt, Medizin zu studieren. Doch zunächst hatte der heute 52-Jährige als Krankenpfleger und Rettungssanitäter gearbeitet. Als Familienvater nahm er das Medizinstudium noch auf sich, erlangte 1989 seine Approbation und arbeitete zunächst im Bergischen Land, anschließend in Hagen. Dort wurde er Facharzt für Chirurgie und Unfallchirurgie sowie leitender Notarzt.

Im Klinikum Lüdenscheid erwarb er die Zusatzbezeichnung Arzt für Viszeralchirurgie und beendete in der Eifel seine Ausbildung zum Qualitätsmanager im Gesundheitswesen. Am Nürburgring war er darüber hinaus als verantwortlicher Arzt bei Rennsportveranstaltungen tätig. Hinrichs freut sich auf seine Arbeit am Jülicher Krankenhaus, das wurde aus seinen Worten deutlich.

In den wenigen Wochen im Haus habe er bereits erkannt, dass er auf gut geschulte und motivierte Mitarbeiter bauen könne. Mit den niedergelassenen Ärzten, zu denen er Kontakt aufgenommen habe, wolle er verlorenes Terrain für das Krankenhaus zurückerobern. Viel hat er sich für die Zukunft, gemeinsam mit seinen Kollegen vorgenommen.

So will er unter anderem auch die Viszeralchirurgie - die operative Behandluung der Bauchorgane - minimal-invasiv vorantreiben. „Ich hoffe auf eine kooperative Konkurrenz mit anderen Häusern und den niedergelassenen Ärzten”, erklärte Hindrichs grundsätzlich. Zuvor hatte der ärztliche Direktor des Krankenhauses und Chefarzt der Inneren, Dr. Michael Behnke, seinen Kollegen begrüßt.

Er sehe der Zukunft des Jülicher Krankenhauses nun gelassener entgegen, hat er doch in seinem Kollegen einen Menschen mit hoher Fachkompetenz, Sicherheit und Verantwortungsbewusstsein erkannt. Da in naher Zukunft auch ein neuer Gynäkologe erwartet werde, sah er es als sicher an, dass sich das Krankenhaus zum Wohle der Stadt und der Patienten weiter entwickeln werde.

Auch Bürgermeister Heinrich Stommel und Landtagsabgeordneter Josef Wirtz erwiesen dem neuen Chefarzt die Ehre. Dr. Achim Dohr sprach für den Gesundheitsverbund Jülicher Land und freut sich auf eine fruchtbare Zusammenarbeit.

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